16 Juli 2012

Hunde in München: Stadtverwaltung lehnt Antrag auf Anleingebot ab.

Nun ist es also passiert: Ein Münchner Hund beißt ein Kleinkind und entstellt es.

Noch wichtiger: Über den Fall berichtet die Münchner Süddeutsche Zeitung.

Bisher wurden die Übergriffe vieler Münchner Hundehalter auf ihre Mitbürger von den
Medien nicht beachtet. So ist es schon eine Art von medialer Revolution, wenn man
nun auch Meinungen zum Thema im Netz unter dem SZ-Artikel sehen kann.

Fast zeitgleich erhalte ich heute vom Bezirksausschuss ein Schreiben der Münchner Stadtverwaltung
zu meinem Antrag der Bürgerversammlung Altstadt-Lehel.

Die Stadtverwaltung spricht sich gegen ein Anleingebot für Hunde aus. Begründung: Der Bezirk Altstadt-Lehel sei nicht viel verschissener als andere Bezirke. Auch würden nicht so viele Anzeigen gegen Hundehalter eingehen.

Zu den Anzeigen ist zu sagen, dass sich viele die Zeit sparen, anzuzeigen, weil sie wissen, dass weder Stadtverwaltung noch Polizei solchen Dingen nachgehen. So werden halt weiterhin Menschen belästigt, verletzt  und vielleicht mal getötet.

Dass der Bezirksausschuss der Vorlage der Stadtverwaltung zugestimmt hat, ist nur eine Fußnote. Parteipolitiker aller Farben haben Angst vor Wählerstimmenverlust, wenn sie Hundehaltern Einschränkungen ihres Treibens auferlegen müssten.

Die Bürgerversammlung, die Leserbriefe in der SZ und die Stimmung auf der Straße, zeigen
jedoch, dass es eine breite Mehrheit von Bürgern gibt, die Konflikten dieser Art leid sind  und ihre
Ruhe haben wollen. Man muss eben diese Mehrheit mobilisieren und dann bei der nächsten Kommunalwahl
die Parteipolitiker abwählen. Eine eigene Bürgerliste wäre dazu der richtige Weg, um Bürgern eine Stimme zu geben, denen Ruhe, Sicherheit, Gesundheit und Sauberkeit wichtige Güter in einer Millionenstadt sind.


Kommentare:

Jeff Costello hat gesagt…

Ihr Populismus macht mir Angst. Gehen Sie doch bitte zurück in ihr Dorf, in einer Millionenstadt sind Sie fehl am Platz.

Andreas Nonym hat gesagt…

Hier trifft endlich einmal jemand den Nagel auf den Kopf, und spricht unverblümt die Realität aus. Weiter so!