13 Dezember 2011

Isar München: Dorfkramer stellt Antrag bei Green City München e. V.




Liebe Vorstände von Green City !

Es ist mal wieder an der Zeit, mich zu melden, da die Landeshauptstadt München, zusammen mit den
Urbanauten die Kommerzialisierung der Isar weiter voran treibt.


Wenn wir etwas „Green-City-Mäßiges“ in München haben, dann ist es die Isar. Ich beschreibe das hier:


Green City hat sich bisher nicht geäußert und ich möchte das ändern. Deshalb stelle ich folgenden Antrag:

Der Vorstand von Green City e. V. beteiligt sich an der Diskussion um die Neugestaltung der Isar zwischen Cornelius- und Maximiliansbrücke unter Beteiligung der Vereinsmitglieder.

Ein sofortiges Handeln ist nötig, da die Diskussion offensichtlich schon fortgeschritten ist.
Ich stelle den Antrag auch vorsorglich für die nächste Jahreshauptversammlung.


Viele Grüße, Stefan

Isar München: Dorfkramer tritt dem Bund Naturschutz bei und bittet um Unterstützung des Landesverbands

Herr Dr. Weiger, an den diese E-Mail geht, ist Landesvorsitzender des Bunds Naturschutz:


Sehr geehrter Herr Dr. Weiger,

gerade bin ich dem Bund Naturschutz beigetreten.

Ich wurde dieses Jahr auf Sie aufmerksam, weil der BN sich kritisch mit einem Almkaser im Berchtesgadener Land auseinandergesetzt hat.


Dazu habe ich noch keine abschließende Meinung. Ich werde jedoch versuchen, dieses Thema auf der nächsten Versammlung des Verbands der Forstberechtigten im Chiemgau e. V. anzusprechen. Ohne Ihre Aktivitäten hätte ich mich dieses Jahr überhaupt nicht mit der Problematik von Legschindeln beschäftigt. Es muss immer Leute geben, die Dinge ansprechen, die man so nicht erkennt.

Ein Thema liegt mir jedoch sehr am Herzen: Die Isar im Zentrum Münchens.
Herr Georg  Etscheid vom BN München hat sich in meinem Sinne geäußert:



Das veranlasst mich zu einem Beitritt, obwohl ich nicht mit allen Positionen des BN übereinstimme.

Ich bitte Sie, das Thema Isar in München zur Bayerischen Chefsache zu machen. Es handelt sich um einen Platz, der die Verbindung der Landeshauptstadt mit den Bergen ausdrückt. Näheres habe ich auf meinem Dorfkramer Activist Blog beschrieben:


Dem Deutschen Alpenverein ist das Thema Naturschutz leider seit geraumer Zeit egal. Ich möchte dort jedoch nicht austreten, weil die Wege und Hütten unterhalten werden müssen und weil ich auch innerhalb des Alpenvereins für ein Umdenken eintreten kann.

Bitte helfen Sie mir und nehmen Sie weiterhin an der Diskussion um die Isar teil.



Mit freundlichen Grüßen


Dr. Stefan Engelsberger

Isar München: Antrag an den Vorstand der Sektion München des Deutschen Alpenvereins e. V.

Thema: Kommerzialisierung der Isar in München

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich folgenden Antrag:

Der Vorstand der Sektion München beteiligt sich an der Diskussion um die Neugestaltung der Isar zwischen Cornelius- und Maximiliansbrücke unter Beteiligung der Sektionsmitglieder.

Begründung:

Die Landeshauptstadt München bereitet gerade eine Kommerzialisierung der Isar
in der Münchner Innenstadt vor. Dazu gibt es bereits Diskussionsrunden:


Der Deutsche Alpenverein ist unmittelbarer Anlieger auf der Praterinsel (Alpines Museum).

Der Deutsche Alpenverein hat sich des weiteren in der Satzung zum Natur- und Kulturschutz verpflichtet.

Ich bin seit einigen Jahren stilles Vereinsmitglied und gehöre der „Fraktion“ der Bergwanderer an. Bergwandern ist für mich fester Bestandteil meines Lebens. Vor allem wegen dem Gefühl, das damit verbunden ist. Meine Wanderungen mache ich oft von der Stelle am Kabelsteg aus. Man hört dort die  Isar rauschen und nach einer Bergtour bürste ich darin die Schuhe ab. In der Fantasie fühle ich mich am Kabelsteg wie an der Reintalangerhütte oder anderen vergleichbaren Stellen, z. B. am Tagliamento.

Diese Isarstelle ist ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal Münchens. München ist eine Alpenstadt. Maßgebliche Kulturträger haben an dieser Stelle gewirkt wie Ludwig Ganghofer oder Lion Feuchtwanger. Ein maßgeblicher Münchner Lebensstil findet in der Stadt und in den Bergen statt. Ausdruck dieses Lebensstils ist die Isar an der Stelle, wo auch der Alpenverein seinen Hauptsitz hat. Es gibt keine andere Millionenstadt, die einen vergleichbaren Ort hat. Dieses Geschenk muss man annehmen und schützen.

In der abgelaufenen Wandersaison habe ich eine Bestandsaufnahme gemacht, war auf dem Hochkönig, Watzmann, der Zugspitze, Keeskogel und zahlreichen kleineren Gipfeln, habe Dutzende Hütten und Almen besucht. Es gibt noch versteckte Schönheiten und es kommt noch an einigen Stellen ein richtiges Almgefühl auf. In vielen Fällen kann man jedoch getrost von Alpendisneyland reden. Der Alpenverein unterstützt diese Entwicklung durch Konzentration auf den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und Stillschweigen zu wichtigen Themen.

Dies muss geändert werden. Ich bin mit meiner Auffassung nicht allein. Auf vielen Hütten begegnet man Menschen, die im Alpenverein nur noch einen  Kommerzklub sehen. Rucksäcke und Wanderkarten verkaufen und Fernreisen organisieren ist jedoch kein Vereinszweck. Die kritischen Äußerungen,
die man auf den Hütten hört, erspare ich Ihnen lieber.

Es ist an der Zeit, dass der Alpenverein sich wieder seiner Grundsätze besinnt und Stellung zu Vorgängen bezieht, die ihn unmittelbar betreffen wie ein weiterer Kommerz der Isar. Die Spaßgesellschaft muss ihre Kraken nicht überall hin ausstrecken.

In diesem Sinne würde ich mich sehr freuen, wenn der Vorstand sich sofort an der Diskussion beteiligte und mein Anliegen aufnähme.

Sollten Sie das nicht tun, möchte ich bitte meinen Antrag in der nächsten Jahreshauptversammlung auf der Tagesordnung sehen.

Ich veröffentliche dieses Schreiben auf meinem Dorfkramer Acitivist Blog.
Bitte leiten Sie es auch an den DAV-Bundesverband weiter, der für die Immobilie auf der Praterinsel zuständig ist.
Für die Isarstelle im Münchner Zentrum ist jedoch einzig und allein die Sektion München zuständig (im Falle, dass Sie sich drücken wollen).

  
Mit freundlichen Grüßen


Dr. Stefan Engelsberger