04 April 2009

Inzeller Tourismus

Zum Abschluss einer aktiven publizistischen Woche verweise ich einmal auf die Lageberichte der Inzeller Touristik GmbH im Netz:

Lagebericht 2006

Lagebericht 2007

Auffallend ist die klare Analyse 2006 von Gernot Fritsch, der auch die gesamtbayerischen Probleme erkannt hat. Ich weiß nicht, warum er gehen musste. Er hat offensichtlich die ersten Dinge, die geändert werden mussten, in die Wege geleitet. Er war der Erste, der nachgefragt und zugehört hat.
Auch der Bericht von Gerhard Steinbacher ist aufschlussreich. Hier fällt auf, dass eher Lobbythemen wie Ortskern oder Eishalle dominieren, die direkt aus dem Rathaus kommen könnten.

Bei allem frage ich mich aber, warum
-grundlegende Dinge nicht gemacht werden wie eine aktuelle Wanderkarte am Rathaus oder Treffpunkt für Wanderer,
-dafür ständig der Bürgermeister touristisch wichtige Dinge im lokalpolitischen Kontext kommuniziert und dabei Leute vor den Kopf stößt, die etwas bringen könnten,
-immer riesige Dinge projektiert werden, anstatt potenzielle Leistungsträger und echte Investoren zu motivieren.

Ich frage mich, warum man Projektgruppen zur Beschilderung von Wanderwegen aufbauen muss, die anderswo von wenigen Menschen mit wenig Geld einfach gemacht wird.

Aber das Thema Tourismus in Bayern ist uralt und die Dinge sind bereits hinterfragt.
Tourismus ist ein Profilierungsthema für die Lokalpolitik. Deshalb gibt es auch diese Hunderte von Urlaubsregionen. Vielleicht wird es einmal ein Thema, die Branche von der Politik frei zu machen. Dann gibt es vielleicht auch weniger Konflikte und mehr Kooperationen.

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