10 Februar 2008

Dorfkramer eröffnet 40 Filialen in der Münchner Maximilianstraße


Dorfkramer leistet zur Kommunal- bzw Dorfwahl in Bayern seinen Beitrag mit einer Installation auf den Gehwegen der Maximilianstraße. Die Plakataktion richtet sich an die Politische Intelligenz. Angesichts der herrschenden politischen Kommunikation mit Handyzertrümmern, Latexbilderstrecken, Faschingsordenverleihungen, der Vorstellung der dritten und vierten Politikerfrau, bundesweit kommunizierte Themen um die Einführung von Hundeklos und Öffnungszeiten für Kinderhorte, könnte es vielleicht an der Zeit sein, sich einmal Gedanken über die Grundsatzfragen zu stellen. Wieviel Dorf braucht die Stadt? Wieviel Welt verträgt das Dorf? Ziehen wir mit der Sanitätskolonne oder den Gebirgsschützen in den Krieg? Welche Blaskapelle marschiert voraus? Wo ist die Feuerwehr?
Die Frage könnte aber auch lauten, ob unser Staatswesen dazu gerüstet ist, die eigene Kultur und Identität zu bewahren und seine Bürger gegen Fehlentwicklungen der Globalisierung zu schützen.
Die Maximilianstraße als Symbol der globalen Vereinheitlichung durch multinationale Konzerne gibt Dorfkramer die Möglichkeit, zum Ausdruck zu geben, dass es noch andere Einheiten in der Gesellschaft gibt. Die zwar gewinnen können, aber auch verlieren. Und die der tägliche globale Umverteilungskampf ärmer macht, weil staatliche Regelungen, Behörden und Marktmechanismen sie nicht schützen, sondern sie sogar betrügen.
Was machen wir mit denjenigen, die sich und ihre Kultur behaupten wollen?
In den nächsten fünf Wochen haben die Münchner, Bayern und Deutsche und alle internationalen Gäste und Einwohner die Möglichkeit einmal in sich zu gehen und ein wenig nachzudenken.
Dorkramer hat einen kleinen Denkbaukasten im Angebot und freut sich auf Ihren Besuch.