24 Januar 2008

Ende meines Gammelfleischskandals


Heute habe ich meinen Gammelfleischskandal beendet. Schon am Samstag habe ich die Dose beim Kramer reklamiert. Der Kramer mit Migrationshintergrund meinte was, von wegen, das wäre ihm noch nie passiert, er sei fünfzehn Jahre im Geschäft. Was bedeuten würde, dass ich einen kleinen Lottogewinn gemacht hätte. Vielleicht wollte mir das Schicksal etwas mitteilen mit der vergrabelten Fleischdose. An der Kasse kennt man mich jetzt und ich bekomme ausserordentlich höflich jedes Mal den Kassenbon persönlich in die Hand gedrückt: "Nehmen Sie mit, bitte."
Wenigstens gehöre ich zu den glücklichen Konsumenten, die überhaupt erkennen, wenn Fleisch verdorben ist. So, jetzt habt Ihr´s. Der Kramer hatte deshalb nie Reklamationen, weil halt wie beim Döner alles gefressen wird. So wunderte mich auch der Elektrobrief der Verbraucherschutzbehörde nicht, der vor einigen Stunden reinflatterte. Es heißt:

vielen Dank für Ihre Mail vom 19.01.2008.

Wir bitten Sie, sich an die Landeshauptstadt München zu wenden, da wir davon ausgehen, dass Sie die Fleischkonservein München gekauft haben und die Nachforschung somit in den Bereich der Lebensmittelüberwachung derLandeshauptstadt fällt.Wir empfehlen Ihnen, die besagte Fleischkonserve mitzunehmen und genaue Angaben zu Ort und Zeitpunkt des Kaufes zu machen.


Ich habe die Entscheidung getroffen, mich nicht an die Landeshauptstadt München zu wenden, weil ich eine Dose mit frischem Fleisch bekommen habe und niemand gefährdet ist, da man ein vergrabeltes Corned Beef ohne weiteres erkennen kann. Was beim Dönermann anders ist. Aber dort kann man ja auf einen Blick auf den Dönermann selbst werfen. Ist er vertrauenswürdig, wird alles seine beste Ordnung haben.


Dönermann...

Wall Street Journal rät schon wieder zum Schuldenmachen

Nun ist die Zeit gekommen, einen Hauskredit aufzunehmen, rät der Journalmann Brett Arends.
Das sagt einiges über die Ami-Schuldenkultur aus. Wenn es tatsächlich ein Abkoppeln anderer Volkswirtschaften von den Staaten gibt, dann ist es diese Kulturdifferenzierung, die sich vielleicht darin äußert, dass die EZB hoffentlich besonnen bleibt und die Inflationsgefahren nicht aus den Augen verliert. Erinnern wir uns an 1981. Damals wurden die Zinsen zweistellig. Die Konkunktur wurde zwar abgewürgt, aber danach hatten wir bis zur Rezession 2001 rund 20 Jahre lang ein ruhiges und gesichertes Leben. Schuldenmachen, nur weil die Zinsen niedrig sind, ist jedoch der sichere Tod für diejenigen, die die Lasten irgendwann nicht mehr tragen können. Das Spiel geht also von vorne los. Bin gespannt, wie viele noch darauf reinfallen.