23 August 2007

Ribery Plakat an Theatinerkirche: Schwarzbau der media forces network gmbH




Nun werde ich aktiv, da ich meine, dass Leuten wie Tyll Gundermann und Bernd Jasper das Handwerk gelegt werden sollte. Die beiden haben dummdreist einen Schwarzbau an der Theatinerkirche errichtet. Sie sind laut Handelsregisterauszug Geschäftsführer der media forces network GmbH (HRB 152800 Amtsgericht München). Natürlich schmälert das die Schuld des Freistaats Bayern nicht, der offensichtlich seine Auftragnehmer nicht genügend überwacht. Auch der von der SZ zitierte Rechtsanwalt Maximilian Rehrl ist mit schuld, er hat die Firma offensichtlich bei der Straftat und beim Schwarzbau unterstützt, sonst würde er nicht so einen Stuss von sich geben.
Der Hohn ist nämlich, dass sich unsere Buam vom Schlachthofviertel auch noch im Recht sehen. Und zum Lachen ist die Tatsache, dass die Wohnorte von Bernd Jasper und Tyll Gundermann Grünwald und Tutzing sind. Da fällt mir nur folgende Geschichte ein:
Zwei Super-Schnösel aus München-Sehr-Süd mit Markenjeans und van Laack-Hemd, beschließen eine Werbeagentur aufzumachen. Sie gehen ins vermeintlich coole und angesagte Glockenbachviertel, checken aber nicht, dass sie im Schlachhofviertel gelandet sind. Der Laden trägt eine sehr lässige Anglizismen-Parole in sich, natürlich müssen alle Wörter kleine Anfangsbuchtstaben haben. Dann machen Sie bei einem Auftrag der DDB Group Germany aus dem supercoolen und angesagten Prenzlauer Berg mit und versprechen, dass sie ein obercooles Plakat an einen aufsehenerregenden Ort hinknallen, ohne dass jemand was sagt. Oha, dann kommt doch einer drauf. Aber genehmigungsfähig wärs doch gewesen, sagt man.
So sieht also unsere Bayerische Elite aus. Es ist zum Wiehern. Oder zum Heulen?
Die Werbetafel wird als Ribery-Plakat in die Werbegeschichte eingehen. Äh, wie hieß noch gleich das Produkt für das geworben werden sollte???
Werbeplakate an der Theatinerkirche;
Anzeige gegen Verstoß gegen Baugesetze


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wie Sie nunmehr selbst erkennen, handelt es sich um einen Schwarzbau.

Ich fordere Sie auf, gegen die Schwarzbauer ein Bußgeld zu verhängen. Dieses sollte sich nicht an einem Bußgeld für den durchschnittlichen Schwarzbauer orientieren, sondern ein Zeichen setzen. Das Bußgeld ist gegen die GmbH und deren Geschäftsführer Tyll Gundermann und Bernd Jasper zu verhängen. Ich habe Ihnen einen Handelsregisterauszug beigefügt.

Beste Grüße

Ribery-Plakat: OB Ude duldet Schwarzbau

So schnell kann es also gehen, wenn Aktivisten tätig werden. Habe ich doch OB Ude auf den Schwarzbau hingewiesen. Nun ist es also ein Schwarzbau, wenn man der Süddeutschen Zeitung Glauben schenken darf. Und der Boss der media forces network GmbH München ein Schwarzbauer, mithin ein Gesetzesbrecher und Straftäter, da er ja auch Sachbeschädigung zu verantworten hat.

Leider sind es diese einfachen bürokratischen Dinge, mit denen man den Kriminellen der das Handwerk legen will. Tatsache ist und bleibt: An eine exponierte Stelle wie der Theatinerkirche, mithin Symbol des Staates und der Kirche, gehören keine Werbeplakate, gleich wie häßlich und dumpfbeutelig sie sind, wie das Ribery-Plakat.

Zur Dokumentation noch der Dorfkramer-Brief an OB Ude. Jetzt folgt die Aufforderung, der media forces network GmbH für ihr Vergehen eine ordentliche Geldbuße aufzuerlegen. Das wird mit dem kleinen Häuserlbauer auch gemacht. Also ab mit einem Bußgeldbescheid an die Werbefritzen vom Schlachthofviertel! (Anmerkung: Erinnert sich irgendjemand noch an die Firma, die da beworben werden soll?!?):

Werbeplakate an der Theatinerkirche;
Anzeige gegen Verstoß gegen Baugesetze


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

nicht nur dass die Werbeplakate an der Theatinerkirche Unfug sind und staatliche als auch kirchliche Symbole besudeln und uns eine Ersatzreligion präsentieren. Sie sind schlichtweg auch Schwarzbauten.

Es handelt sich nämlich um bauliche Anlagen, die nach der Bayerischen Bauordnung genehmigungspflichtig sind. Näheres hierzu erklärt Ihnen Ihre Bauabteilung. Ich weise Sie darauf hin, dass Werbeplakaten an solchen symbolträchtigen Orten gegen den Staat per se gerichtet sind. Näheres hierzu erklärt Ihnen Ihr Staatsrechtler. Im Abwägungsprozess ist dies, insbesondere unter Einbeziehung der Fachbehörden für Denkmalschutz und Ihrem Kulturreferat zu berücksichtigen.

Ich fordere Sie auf, eine Beseitigungsanordnung für diesen Schwarzbau zu erlassen.


Mit freundlichen Grüßen