13 September 2007

MTV Award: Wie Münchens OB Ude die Spassgesellschafts-Prolls bevorzugt


Nun, wie man heute sieht: Das Thema Religions-Lobby ist heiss. Und so meldet sich heute der Münchner Erzbischof und Kardinal Friedrich Wetter zu Wort, um den sogenannten MTV Award an Allerheiligen zu verhindern. Allerheiligen ist und bleibt ein besinnlicher Tag. Gegen diese Besinnlichkeit stinken natürlich viele junge Leute an. Auch wir kamen schon verspätet und reichlich angeschickert zum Gräberumgang an Allerheiligen und fühlten uns als revolutionäre Helden, die zweimal im Jahr, auch am Karfreitag, gegen das Establishment aufbegehren konnten.
Bei MTV ist das was anderes. MTV legt seinen Tag der Preisverleihung absichtlich auf Allerheiligen, genauso wie alle mulitnationalen Konzerne ihre Ideologie kulturell im lokalen Raum durchdrücken. Alles im Sinne des Geldes. Und der untersten Schublade. MTV ist nämlich ein Unterschichtkanal, der Kanal der Prolls, die meinen, Lebensqualität bestünde darin, vier Stunden lang ficken, Muthafukka, dirty Asshole, hot cum baby und sonst noch was zu US-amerikanischen Proll-Rappern zu grölen. Die sogenannten Superstars sind diese nicht. Sie sind es für dieses spezielle Publikum, das vielleicht aus 0,01 % der Bevölkerung besteht. Man wird es nicht erfahren. Die Quoten von MTV und der Stand der Musikindustrie, die diese Leute befriedigt, sagen alles aus. Auch die Tatsache, dass MTV in London oder L.A. total untergehen würde und hier in München halt eine Schlagzeile generieren kann, weil sich Provinzler wie Ude nicht auf dem Medienmarkt auskennen und meinen, MTV sei ein cooler Jugendsender. Fehlanzeige: MTV hat seinen Zenith schon vor Jahren, wenn nicht vor einem Jahrzehnt überschritten.
Jetzt geht es natürlich um folgende Fragen:

Warum gestattet Münchens Oberbürgermeister Christian Ude MTV einen Verstoß gegen ein Gesetz?
Warum werden kleine Kneipen und Bars, die um Mitternacht nicht die Musik ausmachen, vom Kreisverwaltungsreferat drangsaliert?
Merken Sie was? Ude ist gekauft. Ebenso wie er einen Schwarzbau durchgehen hat lassen, fördert er jetzt einen Gesetzesverstoß. Und das im Namen der globale Unterschicht mit ihren unsäglichen Symbolen aus schlechtem Sex und Gewalt. Niemand kann beweisen, dass Ude Geld für seine Entscheidungen kriegt. Jedoch ist er ideologisch gekauft. Er läuft jeder Karotte nach, die ihm vor die Nase gehalten wird, ob MTV, Werbeplakate oder IOC.
Ich pfeife drauf. Ich bin kein Rapper, sehe nicht MTV und höre nicht Musikindustrie-Shit, sondern spezielle Labels. Typischer FM4-Hörer halt und play.fm (tu felix austria). Und ich versuche, mich an die Gesetze zu halten. MTV hätte den normalen Weg des Lobbying gehen können, um beim Landtag eine Gesetzesänderung zu erreichen. Das wäre Demokratie und Rechtsstaat.
OB Ude verkörpert weder Demokratie noch Rechtsstaat. Geschweige denn kulturelles Bewusstsein. Oberbürgermeister Christian Ude ist ein Bürgermeister der globalen Unterschicht und damit ein lokaler Handlanger dieser globalen Unterschicht-Industrie.
Hoffen wir, dass es bald wieder ein Vorbild im Rathaus geben wird. Bis dahin ist Widerstand der Aufrechten angesagt. Ich brauche keine Spassgesellschaft. Und ich brauche keine MTV-AND-DO-ME-A-BLOWJOB-KULTUR.
Ein aktivistischer MTV-Hass-Elektrobrief ist raus.

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