21 August 2007

Olympiabewerbung München: Sinnlose Streitigkeiten der CSU

Die CSU hat sich nach einiger Verspätung dazu durchgerungen, eine Position zu beziehen. Und zwar möchte sie die weitere Wintersportorte in das Konzept einbeziehen. Augegangen ist das Ganze von einem eher sachlichen Interview mit Alois Glück in der SZ. Es wurde dann klar, dass er nur Partikularinteressen-Lobbying betrieb und zwar für seinen Wahlkreis Traunstein. Ins selbe Horn stießen die weiteren lokalen Politgrößen in den Ruperti-Nachrichten.
Es ist klar, dass sich dieses konzeptlose Lobbying in der Münchner Stadtpolitik nicht durchsetzen wird. Es ist zu plump. Noch plumper als die U-Bahn nach Pasing von OB Christian Ude. Sieht man sich nämlich zum Beispiel die Vorschläge der Grünen zur Öko-Olympiade an, dann bieten diese als einzige Partei eine machbare Vision, die Olympische Winterspiele überhaupt erst lohnenswert erscheinen lassen. Merke: Das IOC ist derzeit bemüht um gute Bewerber, da diese nicht mehr so zahlreich sind. Viele Länder bringen ihre Infrastruktur auch so in Ordnung, brauchen dazu keine Großereignisse. Und viele interessieren sich auch für die Spiele selbst nicht mehr. Ebenso wie die katholische Kirche ist die Olympische Bewegung säkularisiert. Es geht nur noch um Kohle und viele fragen sich, ob man sich nicht das Geld für eine Bewerbung sparen und nicht gleich investieren sollte. Mit 30 Millionen Euro lässt sich schon viel machen.
Ein Blick zurück auf das CSU-Lobbying: Interessant ist, dass sich die Münchner CSU in Schweigen hüllt. Man will nicht als Spielverderber gelten und hat Angst, Wählerstimmen zu verlieren, bzw. nicht zu gewinnen. Die Münchner CSU macht es nämlich wie die FDP: Nichts tun und nicht groß auffallen, um dann durch Fehler der anderen kurz vor dem Wahltermin eine positive Stimmung zu erzeugen. Aber hier ist genau der Reibungspunkt innerhalb der CSU, der das Special Interest Lobbying für Inzell und Ruhpolding als Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit erscheinen lässt. Zusammenfassend: Die CSU bellt ein bisschen umher, weiß, dass es damit keine Chance hat und präsentiert sich in den Wählerhochburgen Traunstein usw. als einziger Interessenvertreter.

Auf der Strecke bleiben vernünftige Vorschläge wie http://www.olymuc.org/.

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