29 März 2007

Aha, die IG-Metall wacht langsam auf....

Jetzt hat die IG-Metall endlich begriffen, dass BenQ mies und unmoralisch gehandelt hat. Ein halbes Jahr, nachdem sie vom Dorfkramer darauf hingewiesen wurde und die Information ihren Mitgliedern verschwieg. Vergessen wir auch nicht, dass die IG Metall im Gläubigerausschuss sitzt, jedoch die Zahlen nicht zur Kenntnis genommen hat. Schauen wir mal wie es weiter geht. Die 288 Millionen können gestrichen werden. Mehr würde jedoch BenQ Taiwan in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Ein Druckmittel ist also da. Den Mitarbeitern hilft das jedoch nichts mehr, da sie in Zusammenarbeit von IG Metall und Insolvenzverwalter Prager bequem entsorgt wurden, ohne es zu merken.

24 März 2007

Nun geht es endlich gegen BenQ Taiwan

Nach einem halben Jahr wird nun also gegen BenQ Taiwan geschossen: Juristisch und medial. Die Idee kam von Dorfkramer und wurde bereits von Beginn an kommuniziert. Blicken wir zurück auf die Beiträge in diesem Blog zu Beginn der BenQ-Kampagne und vor allem auf den gerechtfertigten Ausdruck des Verhaltens von BenQ Taiwan:

http://www.youtube.com/watch?v=NnDZ51kGKOs

Der Insolvenzverwalter muss sich jetzt vor allem vorhalten lassen, warum er die Strategie von Dorfkramer nicht sofort umgesetzt hat und damit wertvolle Zeit für Vollstreckungsmaßnahmen bzw. Verhandlungsdruck versäumt hat. Dorfkramer hat bewiesen, dass schon Anfang Oktober auch ohne Insider-Infos klar war, dass BenQ hier sittenwidrig geschädigt hat. Also hätte Prager sofort die BenQ Niederlassung in Hambur lahmlegen müssen durch Arrestgesuche. Dann hätte man sogar das Unternehmen noch retten können.

Das Prager-Kartell und die Folgen für die Politik

Gehen wir noch mal in uns. Welche Personen spielen bisher eine Rolle?

1. Dr. Martin Prager, Insolvenzverwalter: kann machen, was er will.
2. Mitglieder des Gläubigerausschusses: Infenion, Lumberg sind zu Recht als Lieferanten mit Millionenforderung drin. Die anderen Bundesagentur für Arbeit, IG-Metall, Euler-Hermes, Pensionssicherungsverein sind immer dabei, haben keine Ahnung von der Sache und prüfen den Insolvenzverwalter nicht, obwohl das ihre Aufgabe wäre. Eine Abwahl wurde durch Rechtsbruch des Insolvenzgerichts verhindert. Die Namen der Kartellmitglieder:

Kerstin Lautermilch, München
Oliver Burkhard, Frankfurt
Angela Harendt, Hamburg
Dr. Hermann Peter Wohlleben, Köln

3. Das Insolvenzgericht Amtsgericht München: Wählt Prager aus seiner Monopol-Liste aus, stützt ihn, indem es alle seine Vorschläge und Ermächtigungen abschreibt. Hebelt alle Rechte der Gläubiger aus mit Mitteln bis zur Gewaltanwendung. Redeverbot bei der Gläubigerversammlung, Verbot des Wahlrechts einzelner Mitglieder zum Gläubigerausschuss, usw. Alle Rechtsverstöße werden hier dokumentiert.
4. Rechtsanwälte: Haben nichts getan, attackieren auf der Gläubigerversammlung sogar noch kritische Stimmen und wünschen sich ein schnelles Ende, da sie nichts arbeiten wollen. Werden erst dann aktiv, wenn es um die Besetzung von Ämtern geht und lassen sich dann von jungen, blonden Ladies vorschlagen mit dem Argument der Fachkompetenz, die sie wie bewiesen nicht haben.
5. Ehemalige BenQ-Mitarbeiter: Viele spüren, dass sie betrogen worden sind, können sich aber nicht ausdrücken, da Zeit fehlt und sie andere Kompetenzen haben als Insolvenzkommunikation. Andere wiederum vertrauen blind auf die obengenannten Akteure und können sich in ihrer grenzenlosen Naivität gar nicht vorstellen, dass sie abgezockt werden.
6. Öffentliche Hand wie Land Nordrhein-Westfalen und Bundesrepublik Deutschland. Größter Gläubiger mit 75 Millionen Euro. Haben nichts unternommen, um ihre Gläubigerrechte wahrzunehmen. Kennen den Fall nicht. Fliegen auf Information von Dorfkramer aus Düsseldorf ein, sitzen ohne Mucks zusammen und lassen sich dann von einem Steueroberinspektor des Münchner Zentralfinanzamts als "Land NRW" zum Gläubigerausschuss aufstellen. Als das Insolvenzgericht dies durch Rechtsbruch verhindert, beantragt wenigstens eine Beamtin die Aufhebung nach § 78 InsO.
6. Dorfkramer: Nachweislich der einzige Gläubiger, der den Fall kennt, die Gerichtsakte durchgearbeitet hat und die Punkte aufbereitet hat, die für das Verfahren wesentlich sind. Retter des Insolvenzverfahrens durch Antragstellung über die Fortführung oder Stilllegung des Unternehmens. Weder Insolvenzgericht noch Insolvenzverwalter kannten die Vorschrift des § 157 InsO. Weitere Aktivitäten, jedoch als Einzelkämpfer nur beschränkte Möglichkeiten, zumal massive Behinderung seiner Rechtsausübung durch obengenannte Akteure.



Folgen für die Politik: Ich verweise auf eine Petition, die beim Bundestag eingereicht wurde. Die BenQ-Insolvenz und unser Abzock-Kartell wird noch untersucht werden. Das sogenannte Insolvenzrecht ist kein Recht, sondern ein Stück Papier ohne Wert. Die Prager-Connection zeigt, dass festgefahrene Strukturen und Personen ihren Dienst an der eigenen Sache verrichten und sich einen Dreck um andere scheren.

Übrigens: Die Prager-Connection hat schon einmal zugeschlagen bei Fairchild-Dornier. Prager hatte damals ebenso leichtes Spiel. Das Muster ist gleich. Amtsgericht München und Prager vereinbaren eine Zusammenarbeit, dann werden Rettungsgerüchte kolportiert, obwohl feststeht, dass das Unternehmen schnellstmöglich abgewickelt wird. Dann macht Prager weiter, findet irgendeinen Käufer, lässt sich feiern. Das neue Unternehmen geht dann schnell wieder hops und wird neuer Kunde des Amtsgerichts München und des Insolvenzverwalters Prager.
Wie das bei BenQ gelaufen ist, zeigt dieser Spin von Pragers PR-Agentur bei der F.A.Z. Zur Erinnerung: Prager hat auf der Gläubigerversammlung noch mal bestätigt, dass von Anfang des Eröffnungsantrags an keine Aussicht auf "Rettung" bestand.

Gute Nachricht: Von Mafia kann man nicht reden, da die Machenschaften ja alle bekannt sind. Bis auf die Informationen, die man den Gläubigern ja verweigert. Dann wäre es zumindest mafiaähnlich. Schließlich wird Prager ja auch nicht von der Staatsanwaltschaft untersucht, da das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft ja der Bayerischen Staatsregierung unterstehen. Auch die Gewaltandrohung des Insolvenzrichters spricht für den Mafiabezug. Beobachten wir, wie die ehrenwerte Gesellschaft weiter agiert.

23 März 2007

Medienkrieg um BenQ Forderungen

Nach zwei Tagen wird die einzige wichtige Nachricht der Gläubigerversammlung nun breitgetreten. Pragers Aussage, er würde gegen BenQ Corp. vorgehen und eine halbe Milliarde einklagen. Informierte Zuhörer sind schon am Mittwoch rausgegangen, um die Aktie zu shorten. Andere machen das in diese Tagen. Dorfkramer hatte bei seinem Vortrag am Mittwoch genau darauf hingewiesen und auch gesagt, dass damit wenigstens die 288 Millionen, die BenQ Corp. geltend machen würde, gestrichen werden können. Was ist passiert und was steht nicht in der Presse?

BenQ Corporation, bzw. der Konzern war auf der Gläubigerversammlung mit vier Anwälten vertreten, die man mal getrost als grüne Jungs bezeichnen kann, bzw. eine grüne Lady. Die haben gar nicht mitbekommen, dass Leute wie Dorfkramer, ihr Stimmrecht bestritten hatten, das ja dann auch auf 0 Euro gestrichen wurde. Ebenso wie Ex-Finanzchefin Lydia Sommers Stimmrechte auf 30 % gekappt wurden wegen Verletzung ihrer Buchhaltungspflichten als Geschäftsführerin. Die BenQ Corp. Anwälte waren dumm genug, dies nicht zu bestreiten, normalerweise muss sich die Versammlung damit auseinandersetzen und einigen. Es wurde aber sofort und ohne Aussprache der Beschluss gefasst. Die BenQ Anwälte tauchten erst auf als es um die Frage der Besetzung des Gläubigerausschusses ging.

Weitere Details werden hier noch publiziert. Dorfkramer war der aktivste Gläubiger und zog auf der Versammlung alle Register, um seine Interessen zu wahren. Die zahlreichen Rechtsanwälte, allesamt dritt- und viertgarniturig, waren über den Sachverhalt nicht informiert und gingen so schnell wie möglich wieder. Auch sie ließen sich erst blicken, als es um Wahlen zum Gläubigerausschuss ging und bewarben sich aufgrund ihrer "Fachkompetenz". Wenn es ums Abzocken und um Postengeschachere geht, werden sie wach. Professionelle Investoren wissen, dass die Mandatierung solcher Anwälte rausgeschmissenes Geld ist. Viele wussten überhaupt nicht, wie eine solche Gläubigerversammlung abläuft.

Nun zum Eingemachten:

1. Dass Prager gegen BenQ Corp. vorgeht und auch Mediendruck erzeugt wird von Dorfkramer seit Beginn an gefordert. Endlich ist es soweit,

2. Prager muss sich aber fragen lassen, warum er nicht sofort Vollstreckungsmaßnahmen ergriffen hat. Er konnte Arrestverfügungen beantragen und die Hamburger BenQ-Gesellschaft lahmlegen, zumal diese ja ihren Gewinn an die mittlerweile insolvente Firma in Amsterdam überweist,

3. mehr wie 288 Millionen werden erst mal nicht zu holen sein, aber das erhöht die Insolvenzmasse signifikant,

4. wenn der Insolvenzverwalter kreativ und nicht wie bisher bloßer Verwalter ist, dann holt er sich Berater ins Boot, die ihm z. B. sagen, was man alles machen kann, z. B. auch Equity der BenQ Corp. for Debt.


Eins ist dadurch wieder bewiesen. Prager war nicht gezwungen, die Firma abzuwickeln. Er hätte BenQ Taiwan von Beginn an unter Druck setzen können, juristisch und medial. Dann hätte BenQ Taiwan vielleicht eingelenkt und die Firma ordentlich liquidiert mit Sozialplan usw.

Und wer den Dorkramer Activist Blog liest ist schlauer und weiß auch, dass die 400 Millionen USD noch zusätzlich eingeklagt werden können. Der Leser ist deshalb schon seit geraumer Zeit short gegangen und hat seinen Verlust mit der BenQ-Pleite schon wettmachen können angesichts des Crashes der letzten Tage. Auch Prager hat, wenn man sich dem Kursverlauf, so ansieht, vielleicht schon eingecasht. Wir werden das noch erfahren.

21 März 2007

Gläubigerversammlung

Nach einem Tag voller Anträge und Kämpfen um die gerechte Gläubigersache, sind folgende Dinge zu protokollieren:

1. Die Versammlung ist anfechtbar, weil das Insolvenzgericht so einfache Dinge wie den Grundsatz auf rechtliches Gehör, die Einhaltung der Frist für die Akteneinsicht und das Recht zur Wahl des Gläubigerausschusses nicht eingehalten hat. Man hatte den Eindruck, dass das Amtsgericht München mit der Insolvenz einfach überfordert war. Die Beschlüsse dürften einer Verfassungsbeschwerde kaum Stand halten. Das Amtsgericht bekam schon 2003 einen Rüffel aus Karlsruhe,

2. das macht aber dem Gericht nichts, da heute vollendete Tatsachen geschaffen wurden. Recht gibt es ja nicht, man muss es durchsetzen, so nimmt es nicht Wunder, dass die Verantwortlichen Richter und Rechtspfleger heute das Recht mit Füßen getreten haben, um die Sache endlich zu Ende zu bringen,

3. die Sache war von Beginn an eine Abwicklung des Unternehmens. Der Insolvenzverwalter hat das frank und frei zugegeben, dass von Beginn an nur Liquidiert wurde. Sanierungsbemühungen fanden nicht statt. Die Öffentlichkeit wurde monatelang belogen,

4. und so kommt es, dass jetzt der Rest an Vermögen noch verscherbelt wird, damit der Insolvenzverwalter schnellstmöglich an sein Honorar kommt,

5. so zeigt sich, dass die Insolvenzordnung in der Realität nicht existiert, weil Insolvenzverwalter, Insolvenzgericht und auch das eingespielte Team des Gläubigerausschusses sich einen Dreck um das Recht und die Gläubiger scheren.



Gute Nachricht: Verwalter Prager möchte BenQ offensichtlich die 288 Millionen streichen. Das hieße eine Erhöung der Quote um 30-40 %. Dorfkramer hatte einen Anteil an dieser Entwicklung.
Schlechte Nachricht: Prager holt sich keine Profis für den Verkauf der guten Dinge wie der nagelneuen Fabrik. Er verkauft selbst, was er, nachgewiesenermaßen nicht kann. Deshalb sollte man sich keine Hoffnung darauf machen, dass die Quote noch über die 70 % hinausgeht.

Abgezockt haben die genannten Beteiligten, BenQ Taiwan und Siemens. Abgezockt wurden die Mitarbeiter, die Abfindler, Lieferanten und sonstigen Beteiligten. Diese waren heute aber dumm genug, sich abzocken zu lassen. Die Bundesrepublik Deutschland war heute z. B. gar nicht da, obwohl sie mit 60 Millionen etwas zu sagen gehabt hätte.

Die schnell eingeflogene Truppe aus Düsseldorf zeigte auch nicht gerade Verve, wenn es darum ging, ihre 15 Millionen einzutreiben. So hatten die Abzocker letztendlich leichtes Spiel.

Wenn da einer nicht gewesen wäre, der Beweise aufgenommen hat und weitere Maßnahmen ergreift. Auch wenn es Dorfkramer natürlich klar ist, dass wir keinen Rechtsstaat haben - es gibt noch rechtliche Möglichkeiten. Die Lehre für alle ist jedoch wieder einmal: Niemand weiß, wer wen bescheißt - nur wir alle wissen, wir werden beschissen.

Im BenQ-Fall wissen wir sogar wer....

18 März 2007

Fiskus hat 75 Millionen Forderungen - Antrag an Finanzminister Steinbrück und Linssen

München, 18. März 2007: Finanzaktivist und Insolvenzgläubiger Stefan Engelsberger hat sich heute an die Finanzminister Linssen (NRW) und Steinbrück gewandt. Die insolvente BenQ Mobile GmbH & Co. OHG hat über 75 Millionen Schulden gegenüber der Bundesrepublik und dem Land NRW. Dies geht aus dem Gläubigerverzeichnis hervor. Mit den Brandbriefen an die Minister will Engelsberger erreichen, dass diese zur Gläubigerversammlung erscheinen und die Interessen des Fiskus wahrnehmen. Engelsberger wird Linssen und Steinbrück zur Wahl in den Gläubigerausschuss vorschlagen. "Es ist unabdingbar, dass der größte Gläubiger in diesem Verfahren mitbestimmen."

Worum geht es?
In Insolvenzverfahren ist fast immer auch der Fiskus Gläubiger. Dieser hat die gleichen Rechte. Er hat aber auch die Pflicht, seine Forderungen zu realisieren. Diese Pflicht ist eine öffentliche Angelegenheit und grundlegend politisch. Mir ist nicht klar, warum Steinbrück/Linssen bisher nicht in Erscheinung getreten sind. Mir ist auch nicht klar, warum keiner von den beiden im Gläubigerausschuss sitzt bei dieser Forderungshöhe. Ich vermute, dass die beiden gepennt haben. Dann wäre es jedenfalls ein Fall für einen Untersuchungsausschuss in den Parlamenten. Schließlich habe ich nachweislich und bisher unwidersprochen darauf hingewiesen, dass BenQ Corp. der OHG und damit uns 400 Millionen Dollar nebst Zinsen schuldet. Auch hätten die beiden ihre Kompetenzen für eine mögliche Sanierung einbringen können, da der Insolvenzverwalter ja nicht kreativ, sondern ein bloßer Liquidator ist.
Da die bisherigen Mitglieder des Gläubigerausschusses, die Dinge von Prager nicht geprüft haben (sonst wären andere Entscheidungen getroffen worden), brauche ich Experten, die sich in Insolvenzdingen auskennen und die die Motivation eines Steuereintreibers haben. Ich habe früher erlebt, dass diese Aufgabe von der Landeshauptstadt München, Sondersachgebiet Gewerbesteuerhaftung professionell wahrgenommen wurde. Eine ungeprüfte Vergütungsrechnung eines Insolvenzverwalters über 5 Millionen hätte es da nicht gegeben. Leider ist die Landeshauptstadt diesmal nicht dabei, da BenQ ja nur Verluste gemacht hat und deshalb keine Gewerbesteuer zahlt.

Befangenheitsantrag gegen Richer Peter Preuß

dorfkramer schickte eben ein Ablehnungsgesuch gegen Richter am Amtsgericht Peter Preuß (Insolvenzrichter), da dieser ihn am 14.03. belogen und ihm Gewalt angedroht hatte, nur weil er seine Rechte wahrnehmen wollte.
dorfkramer geht davon aus dass RiAG Preuß parteiisch ist.

16 März 2007

Real Madrid verliert 14,1 Millionen durch BenQ-Pleite

München, 16.03.2007: Real Madrid Club de Futbol verliert durch die Insolvenz der BenQ Mobile GmbH & Co. OHG 14,1 Millionen Euro. Das geht aus einer Gläubigerliste und Vermögensübersicht hervor, die seit gestern beim Insolvenzgericht München ausliegt. Demnach hat der Fußballverein eine Insolvenzforderung von 21.379.427,46 Euro. Da die derzeitige Quote ungefähr 34 % beträgt (293.539.629,00 Euro Vermögensgegenstände gegen 864.556.314,00 Euro Forderungen, Quelle: Vermögensübersicht des Insolvenzverwalters), sind nach heutigem Stand 14,1 Millionen Euro nicht mehr realisierbar. Real Madrid würde 7,2 Millonen aus der Insolvenzmasse bekommen.

Es handelt sich um einen Werbevertrag. Die Fußballer des Vereins laufen deshalb derzeit sehr preiswert für BenQ-Siemens über den Rasen.

Nähere Infos: Dr. Stefan Engelsberger, Investor Rights Activist, Inzell.



Profil: Dr. Stefan Engelsberger ist vor allem bekannt durch seine Initiativen www.ig-argentinien.org und www.prodeutschebank.de.
Im Falle BenQ ist er indirekt betroffen und ihm wurde auch eine Forderung eines Gläubigers abgetreten.
Dr. Engelsberger bezieht sein Wissen in der Sache aus seiner Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) beim Freistaat Bayern. Er war von 1995-2000 in der Regierung von Oberbayern als Regierungsinspektor zuständig für Gewerbesteuerhaftung. Dabei geht es um das Eintreiben von Steuerforderungen meist insolvent gegangener Gesellschaften gegenüber den Geschäftsführern und anderen Haftenden wie auch den Insolvenzverwaltern. Die Regierung war dabei Widerspruchsbehörde für die kreisfreien Städte. Die Landeshauptstadt München, von der hunderte Akten bei Dr. Engelsberger vorgelegt wurden, hat ein Sondersachgebiet und gilt als eine der schärfsten und professionellsten Behörden in Deutschland, wenn es um das Thema Steuerhaftung geht. Leider hat die Landeshauptstadt München keine Forderung gegenüber BenQ. Dr. Engelsberger hat jedoch bereits Kontakte zum Finanzministerium Nordrhein-Westfalen aufgenommen, um einen Anspruch von 400 Millionen gegenüber BenQ Taiwan, bzw. den Insolvenzverwalter geltend zu machen. Die Bundesrepublik hat Forderungen aus Zöllen in Höhe von ca. 60 Millionen Euro. Dr. Engelsberger ist des weiteren Dr. phil. (Journalistik + KW Uni Klagenfurt), Dipl. sc. pol. (Hochschule für Politik + LMU München) und Bankfachwirt (IHK).

TERMIN: 21. März 10.30 Reithalle München.
Es findet dort der sogenannte Berichtstermin statt. Dr. Engelsberger wird dort aktiv, um die Insolvenzquote zu erhöhen und informiert Sie über alle Entwicklungen aufgrund von Primärrecherche.

15 März 2007

Verwaltungskram und Wirtschaftskrimi

Nun, da der Richter und rumlaufende Zeitbombe sich wieder beruhigt hat und Insolvenzverwalter Prager unter Fristversäumnis noch fehlende Unterlagen nachgereicht hat, ist es Zeit zur Besinnung und vor allem zum Durchforsten der Gläubigerliste, die ganz interessante Daten bietet. Sie ist wie zu erwarten war falsch, da keine absonderungsberechtigten Forderungen aufgelistet sind und auch keine Rangordnung erkennbar ist. Auch Masseverzeichnis und Vermögensübersicht sind unvollständig und entsprechen nicht den herkömmlichen, professionellen Formaten. Dazu muss man wissen, dass es sogar Insolvenzsachbearbeiterbücher gibt, die der Kanzlei Prager ein wertvolles Hilfsmittel wären. Darin sind alle rechtlichen Voraussetzungen und sogar Musterformulare enthalten. Prager spart aber offensichtlich an seinen Sachbearbeitern und Arbeitsmitteln und sackt die Millionen überhöhtes Honorar selber ein.

Brüte also mal über den Unterlagen, um den Berichtstermin + Gläubigerversammlung vorzubereiten. Da nimmt es sich amüsant aus, dass in Taiwan einen Wirschaftskrimi geboten wird: BenQ Leute haben offensichtlich Insidergeschäfte betrieben. Was Wunder: Dass die BenQ-Führung kriminell ist, wissen wir doch seit Monaten.

14 März 2007

Prager und Preuß brechen Recht

Ich bin im Internetcafe in der Dachauer Straße 12:09



Es ist unvorstellbar und wird heute dokumentiert, was ich am Insovenzgericht erlebe. Also: Heute morgen habe ich nach 20 minütigen Rumtelefonieren erreicht, die Auskunft zu erhalten, dass die Unterlagen des Insolvenzverwalters nach § 154 Insolvenzordnung da seien. Es war sehr mühselig, da die Rechtspflegerin nicht anwesend war, offensichtlich keine Vertretung da war und auch in der Geschäftsstelle niemand erreichbar war. Richter Preuß versuchte mich zunächst, abzuwimmeln wie immer, aber dann gelang es doch, ihn davon zu überzeugen, dass es Aufgabe des Insolvenzgerichts sei, die gesetzliche Niederlegung ordentlich durchzuführen und den Gläubigern zu ermöglichen, zu den üblichen Geschäftszeiten Einsichtnahme zu erhalten. Keinesfalls gab ich mich damit zufrieden, morgen wieder zu kommen.

Als ich dann heute die Einsicht nahm, stellte ich erst mal fest, dass der Bericht nicht aktualisiert wurde und dass Insolvenzverwalter Prager wieder aussagt, es habe zu keiner Zeit eine Sanierungsmöglichkeit bestanden. Er hat deshalb eine überhöhte Vergütung erhalten, da er für besondere Sanierungsbemühungen einen Aufschlag berechnete. Ich wollte eigentlich eine Beschwerde gegen die Vergütungsentscheidung einlegen, stellte jedoch fest, das das Gesetz hier so schwammig ist, dass ich als Kleingläubiger und Aktivist, einen Prozess nicht durchstehen würde. Die wahren Heuschrecken unserer Wirtschaft sind die Insolvenzverwalter.

Rechtswidrig war noch dazu das Gläubigerverzeichnis. Es heißt in § 152 Abs. 2 InsO: In dem Verzeichnis sind die absonderungsberechtigten Gläubiger und die einzelnen Rangklassen der nachrangigen Insolvenzgläubiger gesondert aufzuführen. Bei jedem Gläubiger sind die Anschrift sowie der Grund und der Betrag seiner Forderung anzugeben. Bei den absonderungsberchtigten Gläubigern sind zusätzlich der Gegenstand, an dem das Absonderungsrecht besteht, und die Höhe des mutmaßlichen Ausfalls zu bezeichnen. § 151 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.

Keine dieser Vorgaben sind erfüllt. Der Insolvenzverwalter hat nur die Namen und Adressen eingereicht. Aus gutem Grund: Aufgrund der berechtigten Kritik will er vermeiden, dass sich Gläubiger mit hohen Beträgen zusammenschließen und sich für die Gläubigerversammlung koordinieren.

Man kann nur hoffen, dass es professionelle Gläubiger gibt, die ihre Ansprüche auch durchsetzen wollen. Leider habe ich keinen Hedge-Funds in der Liste gesehen, nur diese verstehen, dass man als Gläubiger aktiv sein muss.

Ich gehe jetzt noch mal zum Gericht, um zu protokollieren. Sollte mir etwas zustoßen, bitte ich die Gläubiger, sich für ihre Rechte einzusetzen und sich nicht von der Prager-Preuß-Gruppe einschüchtern zu lassen. Dass der Fall stinkt, wissen wir seit langem. Man kann nur hoffen, dass die Gläubiger endlich aufwachen.

Hier das Protokoll:

Hiermit gebe ich zu Protokoll des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle:

Heute habe ich Akteneinsicht beantragt in Bezug auf die niedergelegten Unterlagen des Insolvenzverwalters nach § 154 InsO. Ich stellte fest, dass das Gläubigerverzeichnis unvollständig war. Es fehlten insbesondere die Beträge und der Grund für die jeweilige Forderung (§ 152 Abs. 2 InsO).

Als ich Frau Hackl darum bat, meine Feststellung zu protokollieren und an das Gericht weiterzuleiten, holte Sie Herrn Insolvenzrichter Preuß, der mir sagte, ich müsse mich an die Rechtsantragsstelle in der Paccellistraße wenden. Er verweigerte mir auf Anfrage die Rechtsgrundlage, verwies mich auf den Geschäftsverteilungsplan, den er mir aber nicht zeigen wollte. Er drohte mir, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und mich hinauszuwerfen, falls ich weiterhin den Betrieb stören würde.

Es ist 11:53. In einem Internetcafe habe ich die Information des Amtsgerichts München ausgedruckt und festgestellt, dass die Rechtsantragsstelle in der Paccellistraße nicht für Insolvenzverfahren zuständig ist.

Ich beantrage deshalb die Protokollierung nach Recht und Gesetz (§ 129 a ZPO) und die unverzügliche Weiterleitung meiner Feststellung der Rechtswidrigkeit der Unterlagen.


München, 14.03.2007




Dr. Stefan Engelsberger

08 März 2007

Der Beweis: Insolvenzverwalter Prager hatte nur eine Abwicklung vor

Aus der Gerichtsakte geht hervor, dass der damalige vorläufige Insolvenzverwalter bereits im Oktober davon ausging, dass BenQ nicht mehr fortführbar sei und abgewickelt werden solle. In einem Zwischenbericht vom 30. Oktober an das Insolvenzgericht heißt es:

"Die Marke Siemens-BenQ ist durch den Insolvenzantrag massiv beschädigt, so dass eine Wiederaufnahme auch einer eingeschränkten Produktion nur unter Gesichtspunkten einer Auslaufproduktion möglich ist...Der Geschäftsbetrieb der Schuldnerin wird daher derzeit mit meiner Zustimmung in stark eingeschränktem Umfang fortgeführt."

Damit widerspricht sich Prager natürlich in seinen Äußerungen, was er denn alles tolles unternommen hätte, um das Unternehmen zu retten. Dass er es nicht einmal angesichts boomender Private Equity Märkte geschafft hat, einen Investor zu finden, ist ein weiterer Beweis, dass er nicht ernsthaft versucht hat, die Arbeitsplätze zu retten, sondern nur die Rolle eines Liquidators inne hatte.

Umso gieriger erscheint seine Vergütungsforderung von 5.103.157,48 Euro, dem das Gericht ohne weitere Prüfung stattgegeben hat. Hochgerechnet verdiente die Prager-Gruppe somit 20 Millionen Jahressalär für eine reine Verwaltungstätigkeit. Zum Vergleich: Die Gesamtvergütung des vielgeschmähten Siemens-Gesamtvorstands betrug im Jahr 2006 30.364.606 Euro (15 Personen, die Innovationen und Mehrwert bringen müssen und nicht nur Verwaltungstätigkeiten machen).

Prager will noch weitere 8,5 Millionen einsacken. Die Gläubigerversammlung wird sich auch mit dieser Maßlosigkeit beschäftigen müssen, wenn Dr. Prager zu seiner frühzeitigen Abwicklungsabsicht Stellung nimmt. Beweis ist jedoch Beweis. Nach Aktenlage hat Dr. Prager BenQ abgewickelt, um schnellstmöglich das höchste Honorar abzuzocken, das jemals ein Insolvenzverwalter bekommen hat. Dies auf Kosten der Arbeitnehmer und Gläubiger, die diesem Treiben bisher zugesehen haben. Dem Insolvenzgericht ist vorzuwerfen, dass es laut Aktenlage alles abgenickt hat, was Prager vorlegte. Es ist nicht ersichtlich, dass das Insolvenzgericht seine Aufsichtspflicht nur annähernd wahrgenommen hat (§ 58 InsO). Prager kann bisher machen, was er will.


01 März 2007

BenQ bringt wieder Handys auf den Markt

Man möchte es nicht glauben, aber die BenQ-Konzernzentrale will in eineinhalb Jahren wieder BenQ-Telefone in Deutschland und sonst wo verkaufen. Nachdem man den lästigen Klotz los geworden ist. Es ist nicht zu fassen mit welcher Abgebrühtheit die Taiwanesen dies veröffentlichen. Jedenfalls ist damit widerlegt, dass es keine Chancen zur Fortführung der deutschen BenQ Mobile gegeben hätte oder gar die Marke BenQ nicht mehr vermittelbar sei. Dies steht im Gutachten von unserem Insolvenzverwalter, der auch an dieser Stelle falsch informiert hat.