01 Dezember 2006

Prämien und Pragers Rolle

Skandalös mutet die der Süddeutschen Zeitung gesteckte Information an, die BenQ-Mobile Bosse hätten quasi zeitgleich mit dem Insolvenzeröffnungsantrag Millionenprämien eingesackt. Das wäre nichts anderes wie ein Betrug an den Gläubigern.Wie immer lässt der VORLÄUFIGE Insolvenzverwater Prager mit einem Statement verlauten, es sei schon alles in Ordnung. Ist es nicht Dr. Prager! Wir werden es sehen, wenn wir endlich Einsicht in die Unterlagen bekommen, die uns vom Insolvenzrichter verweigert wird. Ebenso wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens offensichtlich verschleppt.Die Sache stinkt weiterhin. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter muss solche Zahlungen untersuchen und die Grundlagen für eine Anfechtung des tatsächlichen Insolvenzverwalters im Verfahren schaffen. Dazu gibt ihm die Insolvenzordnung das Werkzeug an die Hand. Dass aber bisher weder Dr. Prager noch der Insolvenzrichter Preuß gesetzeskonform handeln, lässt den Schluss zu, dass wir uns hier auf einiges gefasst machen können.Es muss weiterhin alles dokumentiert werden, um Haftungsansprüche gegen den Freistaat Bayern bzw. den vorläufigen Insolvenzverwalter geltend zu machen. Spätestens mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens gibt es umfassende Rechte der Gläubiger, die zwar mit den üblichen Juristentricks verschleppt werden können, jedoch nicht mehr so einfach, da zumindest eine Aussprache in der Gläubigerversammlung Dinge wie die Prämienzahlungen aufklären kann.

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