29 Dezember 2006

Der große Investor steht vor der Tür

Hoppala, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Michael Leucker erzählt, dass ein sagenumwobenes Unternehmen am 2. Januar ein Kaufangebot vorlegen wird. Dann ist ja alles in Butter. Interessant, dass der Betriebsrat solche Informationen bekommt, die der Insolvenzrichter Preuß und der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Prager den Gläubigern rechtswidrig verweigern.

Die Entscheidung, in die Transfergesellschaft zu wechseln fällt also leichter. Warum sollte man auf Ansprüche gegen die BenQ Mobile OHG verzichten, wenn ein Retter vor der Tür steht?

Man sieht, wie unverfroren hier mit den Arbeitnehmern vorgegangen wird. Man lagert sie in die Transfergesellschaft aus, kann sie zu schlechteren Bedingungen wieder einstellen, bzw. spart sich die Abfindungen bei betriebsbedingten Kündigungen. Es nimmt Wunder, dass der Gesamtbetriebsrat diesen Aspekt nicht anspricht.

Den Gläubigern kann der ganze Zirkus egal sein. Kommt der Investor, wird er die Schulden übernehmen, sonst wird vollstreckt. Wird das Insolvenzverfahren eröffnet, dann können die Gläubiger Einfluss auf das bisher rechtswidrige und unprofessionell erscheinende Verhalten von Richter Peter Preuß und Dr. Martin Prager nehmen. Es ist eine schändliche Tatsache, dass sogenannte "Organe der Rechtspflege" Gläubiger Informationen verweigern und stattdessen Nichtbeteilgte am Eröffnungsverfahren damit versorgen. Der bisherige Ablauf lässt den Schluß zu, dass der Eingriff des Staates in das Wirtschaftsgeschehen wie so oft schädigend ist.

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