29 Dezember 2006

Der große Investor steht vor der Tür

Hoppala, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Michael Leucker erzählt, dass ein sagenumwobenes Unternehmen am 2. Januar ein Kaufangebot vorlegen wird. Dann ist ja alles in Butter. Interessant, dass der Betriebsrat solche Informationen bekommt, die der Insolvenzrichter Preuß und der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Prager den Gläubigern rechtswidrig verweigern.

Die Entscheidung, in die Transfergesellschaft zu wechseln fällt also leichter. Warum sollte man auf Ansprüche gegen die BenQ Mobile OHG verzichten, wenn ein Retter vor der Tür steht?

Man sieht, wie unverfroren hier mit den Arbeitnehmern vorgegangen wird. Man lagert sie in die Transfergesellschaft aus, kann sie zu schlechteren Bedingungen wieder einstellen, bzw. spart sich die Abfindungen bei betriebsbedingten Kündigungen. Es nimmt Wunder, dass der Gesamtbetriebsrat diesen Aspekt nicht anspricht.

Den Gläubigern kann der ganze Zirkus egal sein. Kommt der Investor, wird er die Schulden übernehmen, sonst wird vollstreckt. Wird das Insolvenzverfahren eröffnet, dann können die Gläubiger Einfluss auf das bisher rechtswidrige und unprofessionell erscheinende Verhalten von Richter Peter Preuß und Dr. Martin Prager nehmen. Es ist eine schändliche Tatsache, dass sogenannte "Organe der Rechtspflege" Gläubiger Informationen verweigern und stattdessen Nichtbeteilgte am Eröffnungsverfahren damit versorgen. Der bisherige Ablauf lässt den Schluß zu, dass der Eingriff des Staates in das Wirtschaftsgeschehen wie so oft schädigend ist.

27 Dezember 2006

Ist die Transfergesellschaft eine Mogelpackung?

Heute wieder eine Werbekampagne für den vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Martin Prager. Seine "Sprecherin" hat eine Meldung lanciert, die den Eindruck erweckt, Dr. Prager müsse bis Ende des Jahres einen Investor finden, sonst sei alles aus. Dieses Element der Spannung gipfelt in der Aussage, er würde notfalls auch noch an Silvester "verhandeln". Prager, der Krisenmanager, immer am Puls der Finanzwelt, notfalls allen und jedem über seine Aktivitäten berichtend (siehe Foto). Die Gläubiger werden es erfahren, ob Dr. Prager für seine PR-Agentur Kohlen aus der Gesellschaftskasse genommen hat. Diese Kohle wird er dann schön zurückzahlen, da es nicht Aufgabe der Gesellschaft ist, den vorläufigen Insolvenzverwalter in der Öffentlichkeit zu promoten. Noch dazu, wenn Kampagenen dieser Art völlig aus der Luft gegriffen hat. Schließlich kann gerade nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine Entscheidung über die Vermögensverwertung oder einen Insolvenzplan unter Einbeziehung von Investoren getroffen werden. Dafür ist nämlich ausschließlich die Gläubigerversammlung zuständig. Man sieht jedoch einmal mehr, wie PR-Agenturen und Medien die Rezipienten falsch informieren und Dinge suggerieren, die nicht existent sind. Einfach ausgedrückt: Wieder einmal vermochte es die Agentur von Dr. Prager, die Öffentlichkeit zu verarschen.

Nun gut. Knaller des Tages ist die Nachricht, dass die BenQ-Mobile Leute sich bei Mitarbeitern beschwert hätten, die die "Transferverträge" mit Abweichungen und Schwärzungen von Text eingesandt hätten. Sowas würde nicht unterschrieben werden und so weiter.

Dass die Mitarbeiter diese "Verträge" ändern, zeigt, dass es Mitarbeiter gibt, die mitdenken. Dazu muss man wissen, dass diese Transfergesellschaft gesetzlich vorgesehen ist, nämlich in § 216 b Abs. 4 Nr. 4 SGB III. Bildet ein Unternehmen eine betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit, dann besteht ein persönlicher Anspruch auf Transferkurzarbeitergeld. Die Mitarbeiter werden ein Jahr geparkt und können somit auch einem Investor "angeboten" werden, der sie, frei nach Karl Marx, nimmt, wenn sie ihm Mehrwert bieten.

Dr. Prager, bzw. der Insolvenzrichter hätten sich schon längst um die Bildung dieser Gesellschaft kümmern könnnen. Dann müssten sich nicht die Mitarbeiter innerhalb von vier Werktagen über Weihnachten den Kopf über diese Vertragsklauseln zerbrechen. So hat das Ganze den Charakter einer Drückerkolonne. Es wäre schön, wenn der Insolvenzrichter mal Dr. Prager drücken würde, der immer noch kein Gutachten vorgelegt hat.

Zu diesem Vertragsmuster ist darüber hinaus zu sagen, dass es wirkt wie ein Knebelvertrag, den so nicht einmal Dagobert Duck seinem Neffen Donald präsentieren würde. Die Unterzeichner verzichten auf alle Ansprüche, die überhaupt nicht definiert worden sind. Dafür erhalten sie nur den Mehrwert der Siemens-AG-Knete, die nochmal 20 % zur Staatsknete drauflegt.
Und unser werter Dr. Prager droht den Leuten, die gegen Siemens Widerspruch eingelegt haben, damit, sie dann einfach auch als Siemens Mitarbeiter zu behandeln. Viele werden sich also genau überlegen, was sie da unterschreiben.

FAZIT: Es ist unglaublich mit welchen Methoden ein vorläufiger Insolvenzverwalter vorgehen kann. Es ist weiterhin Aufgabe, dieses Vorgehen zu dokumentieren.

19 Dezember 2006

BenQ Gesamtbetriebsrat kritisiert Prager

Es macht Freude, einmal wieder eine dpa-Pressemitteilung zu zerfleddern und aufzuzeigen, wie schlampig dort gearbeitet wird. Es heißt:

Der Gesamtbetriebsrat von BenQ hat scharfe Kritik an dem Vorgehen des Insolvenzverwalters Martin Prager zur Rettung der Standorte geübt. Prager habe belegbar auf Angebote von Investoren nicht reagiert.

Es müsste heißen:

Der Gesamtbetriebsrat der BenQ Mobile OHG hat scharfe Kritik an dem Vorgehen des vorläufigen Insolvenzverwalters Martin Prager geübt, weil die Standorte nicht gerettet würden.

Es heißt:

Außerdem habe er auf der Gläubigerversammlung am Montag angedeutet, dass er von einer Liquidation zum 1. Januar 2007 ausgeht, sagte Gesamtbetriebsratschef, Josef Michael Leuker, am Dienstag in Kamp-Lintfort.

Außerdem habe er auf der Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses am Montag gesagt, dass er von einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Januar 2007 ausgehe,...


Nun, das ist keine Wortklauberei, hier werden einfach Grundbegriffe des Insolvenzverfahrens falsch verwendet. Und es geht weiter:

Dafür spreche auch, dass die Mitarbeiter an dem niederrheinischen Standort vor Weihnachten ihre Laptops abgeben und ihre Schreibtische räumen sollen (Ein Bild zeigt die Herstellung von Mobiltelefonen in Kamp Lintfort).

Das hieße, dass nur die Verwaltung ihre Sachen packen würde. Was ist aber mit den Fabrikarbeitern (klarer Widerspruch)???


Offensichtlich hat der Gesamtbetriebsrat, der im Gläubigerausschuss sitzt, seine Hausaufgaben nicht gemacht. Wir werden es in der Gläubigerversammlung sehen und es ist Zeit, dass das Insolvenzverfahren nach über drei Monaten Hinhaltetaktik endlich eröffnet wird.

Allein die Gläubiger entscheiden dann, was mit BenQ Mobile geschieht. Der vorläufige Insolvenzverwalter kann weder den Gesamtbetrieb stilllegen noch das Unternehmen im Alleingang verkaufen.

Es bleibt zu hoffen, dass die bisherigen Akteure sich endlich ihrer Aufgaben bewusst werden und professionell arbeiten. Das gilt insbesondere auch für die Journalisten, die sich am Wall Street Journal ein Vorbild nehmen können. Heute hat die Zeitung mit den weltweit meisten Online-Abonnenten ein sachliches Feature zur Restrukturierung der insolventen Delta Airlines veröffentlicht: http://online.wsj.com/article/SB116653089676454428.html?mod=home_whats_news_us

So sieht perfekt aufbereitete, nützliche Information aus. Deshalb gehört Dorfkramer auch zu den Online-Abonnenten des Journals. Jeder, der sich mit der BenQ-Insolvenz beschäftigt, kann sich mal darauf vorbereiten, was es heißt, wenn angelsächsisch geprägte Investoren kommen. Liqudität im Private-Equity-Bereich gibt es mehr als genug.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Erst einmal müssen die Gläubiger wissen, woran sie sind. Sie brauchen genauso Informationen wie potenzielle Investoren. Auch können schließlich die Gläubiger Geld nachschießen oder einen Erlass gewähren, um das Unternehmen fortzuführen wie auch die Mitarbeiter. Schade nur und offensichtlich rechtswidrig, dass die Eröffnung des Insolvenzverfahrens seit Monaten verschleppt wird.

Der Gesamtbetriebsrat täte jedoch ein Gutes daran, sich auf seine Aufgaben vorzubereiten, wenn es heißt, einen Insolvenzplan zu erarbeiten. Wir werden ja sehen, wieviele Mitarbeiter in die Transfergesellschaft gehen und wie viele "abgewickelt" werden müssen.

18 Dezember 2006

BenQ Österreich: So kann Insolvenzkommunikation gehen

Eine interessante Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA zeigt, wie professionelle und vertrauensbildende Insolvenzkommunikation funktionieren kann. Es werden ganz einfach Fakten und Quellen publiziert. Im Gegensatz dazu hatten wir bei BenQ Deutschland:

-Einen Polit-Wirbel ohnegleichen,
-die Selbstdarstellung des vorläufigen Insolvenzverwalters,
-Verschwörungstheorien.

Es sollte beobachtet werden, inwieweit das österreichische Ausgleichsverfahren dem Spannungsverhältnis zwischen Unternehmen und Gläubiger effizienter entgegenkommt als dies die deutsche Gesetzgebung, bzw. vor allem die Gesetzesanwender tun. Bisher sind ja schon Fälle bekannt, in denen Gläubiger und Unternehmen fluchtartig den Bereich des deutschen Rechts verlassen haben, insbesondere durch Option für UK-Recht, das ja vom Rechts- und Finanzplatz London aus auch entsprechend vermarktet wird. Dass man Rechtsordnungen und eine effiziente Justiz auch vermarkten kann, haben die deutschen "Amtsträger" immer noch nicht kapiert. So tappen wir eben weiterhin im Dunklen, während die Österreicher zumindest schon mal wissen, dass da ein Verfahren existiert.

11 Dezember 2006

Haftung des vorläufigen Insolvenzverwalters/Freistaats Bayern

Heute wieder ein regelrechter Medienauswurf über die Äußerungen einer „Sprecherin“ des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Prager. Ein Investor sei nicht in Sicht. Nur einer habe die „Bücher“ angesehen. BenQ Mobile sei wahrscheinlich nicht mehr zu retten. Das Insolvenzverfahren müsse so gezwungenermaßen am 1. Januar 2007 eröffnet werden. Dies die Essenz des Medienauswurfs, der verschieden dargestellt wurde, z. B. auch mit der Äußerung, es gäbe eine Handvoll von Interessenten“.

Tatsache ist, dass auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein Investor gefunden werden kann. Es kann auch eine Unternehmensfortführung beschlossen werden, was für die Gläubiger eine Art „Debt for Equity-Swap“ wäre. Tatsache ist also, dass seit nunmehr einigen Monaten Vermögen verbrannt wird, das eigentlich den Gläubigern zusteht. Das Ausmaß wird spätestens beim Berichtstermin den Gläubigern bekannt werden.

Was die Transfergesellschaft betrifft: Sogenannte „Abfindungsgläubiger“ müssen bis 1. Januar eine Wette eingehen. Lieber den Spatz (Transfergesellschaft) in der Hand als die Taube (Insolvenzmasse) auf dem Dach, könnte es heißen. Aufgrund der Tatsache, dass das Insolvenzgericht sich weigert, Zahlen zu nennen, die eine Erfolgsaussicht des Insolvenzverfahrens kalkulieren, bzw. schätzen ließe, tappen diese Gläubiger im Dunkeln. Je mehr sich für die Transfergesellschaft entscheiden, um so mehr für die restlichen Gläubiger. Da keiner weiß, wie der andere handelt, ist dies ein klassischer Fall der „Spieltheorie (Gefangenendilemma)“.

Da sich aufgrund dieser Konstellation und dem Druck, sich bis 1. Januar entscheiden zu müssen, die Wahrscheinlichkeit einer Fehlentscheidung zu 50 % ergibt, stellt sich die Frage, ob nicht der Freistaat Bayern, bzw. der vorläufige Insolvenzverwalter bei einer Fehlentscheidung aufgrund der Verweigerung des Informationsrechts der potenziellen Insolvenzgläubiger, haften. Aufgrund des hier dokumentierten Verhaltens, kann man jedenfalls von Vorsätzlichkeit ausgehen.

01 Dezember 2006

Prämien und Pragers Rolle

Skandalös mutet die der Süddeutschen Zeitung gesteckte Information an, die BenQ-Mobile Bosse hätten quasi zeitgleich mit dem Insolvenzeröffnungsantrag Millionenprämien eingesackt. Das wäre nichts anderes wie ein Betrug an den Gläubigern.Wie immer lässt der VORLÄUFIGE Insolvenzverwater Prager mit einem Statement verlauten, es sei schon alles in Ordnung. Ist es nicht Dr. Prager! Wir werden es sehen, wenn wir endlich Einsicht in die Unterlagen bekommen, die uns vom Insolvenzrichter verweigert wird. Ebenso wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens offensichtlich verschleppt.Die Sache stinkt weiterhin. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter muss solche Zahlungen untersuchen und die Grundlagen für eine Anfechtung des tatsächlichen Insolvenzverwalters im Verfahren schaffen. Dazu gibt ihm die Insolvenzordnung das Werkzeug an die Hand. Dass aber bisher weder Dr. Prager noch der Insolvenzrichter Preuß gesetzeskonform handeln, lässt den Schluss zu, dass wir uns hier auf einiges gefasst machen können.Es muss weiterhin alles dokumentiert werden, um Haftungsansprüche gegen den Freistaat Bayern bzw. den vorläufigen Insolvenzverwalter geltend zu machen. Spätestens mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens gibt es umfassende Rechte der Gläubiger, die zwar mit den üblichen Juristentricks verschleppt werden können, jedoch nicht mehr so einfach, da zumindest eine Aussprache in der Gläubigerversammlung Dinge wie die Prämienzahlungen aufklären kann.

30 November 2006

Die brodelnde Gerüchteküche

Die Rettung naht. Investoren kaufen BenQ Mobile und zahlen alle Schulden? Tatsächlich? Glaubt man den Gerüchten, lässt sich der vorläufige Insolvenzverwalter Prager etwas anderes einfallen. Er lässt verlauten:

Dabei hofft der Insolvenzverwalter auf einen Komplettverkauf. "Im schlimmsten Fall stünde eine Zerschlagung des Unternehmens an", so die Sprecherin der Pluta Rechtsanwalts GmbH gegenüber pressetext. Der Insolvenzverwalter dürfe nicht um jeden Preis verkaufen, sondern sei auch den Gläubigern verpflichtet. Die Chancen für eine Rettung stünden derzeit aber gut.

Oha, ein bisschen muss er auch an die Gläubiger denken. Nachdenk. Merken Sie was? Prager hat überhaupt kein Bewusstsein dafür, dass er im Gläubigerinteresse handeln muss. Rechtlich ist er dazu gehalten, bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens das Unternehmen fortzuführen. Die Insolvenzordnung gibt ihm jedoch keine Ermächtigung, ein Unternehmen zu verkaufen.

Warten wir ab. Alles sieht derzeit danach aus, dass Prager das Insolvenzverfahren um jeden Preis vermeiden möchte. Ist ja auch klar, denn dann hätten die Gläubiger in der Gläubigerversammlung alle Rechte, die ihnen bisher von Insolvenzrichter Preuß verweigert werden. Preuß hat beispielsweise den Eröffnungsantrag von Dorfkramer als unzulässig zurückgewiesen, weil seine Forderung noch nicht fällig sei. Klare Rechtsbeugung. Alle Kommentare und Lehrbücher vertreten die andere und auch logische Meinung, dass alle (potenziellen) Insolvenzgläubiger einen Antrag auf Eröffnung des Verfahrens stellen könnten. Damit haben das Duo Preuß/Prager wertvolle Wochen gewonnen, die Dorfkramer mit der Durchsetzung seines Rechts beim Landgericht aufgrund einer sofortigen Beschwerde benötigt.

So läuft das Spiel. Prager vertritt bisher alle Interessen, nur nicht die, der Gläubiger. Sollte er rechtswidrig das Unternehmen verkaufen, bzw. zulassen, dass die BenQ Mobile OHG das Unternehmen mit der Klausel verkauft, die Schulden nicht zu bezahlen, dann ist er dran. Die Sache ist dokumentiert und auch als vorläufiger Insolvenzverwalter haften er für einen solchen Schaden, wenn er sich nicht gar wegen Untreue strafbar macht.

Deshalb muss die Sache weiter verfolgt werden, in der Hoffnung, dass die Gläubiger ihr Geld sehen. Dazu kann auch eine Vermögenszerschlagung eine Lösung sein.

24 November 2006

Siemens: Faires Angebot

Dass Siemens Kohle in eine Auffanggesellschaft für die zu entlassenden Arbeitnehmer steckt, ist fair. Damit steht einer kompletten Betriebsstilllegung unter Zerschlagung des Gesellschaftsvermögen nichts im Wege, falls nicht bessere Optionen bestehen.

Nun ist zu hoffen, dass der Insolvenzrichter endlich die Fakten zur Kenntnis nimmt, die zur Befriedigung der Gläubiger unabdingbar sind. Durch das großzügige Siemens-Angebot besteht jedenfalls keine Veranlassung mehr, sich über die Zukunft der BenQ-Mitarbeiter Gedanken zu machen, zumal diese aufgrund ihrer Qualifikation sowieso auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Viele haben ja schon neue Arbeitsplätze eingenommen.

21 November 2006

Bayerische Staatsregierung verarscht BenQ-Gläubiger

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie schreibt an Dorfkramer:

„Mit Beginn des Eröffnungsverfahrens einer Insolvenz ist maßgeblicher Träger aller unternehmensbezogenen Entscheidungen der (vorläufige) Insolvenzverwalter. Er ist Herr des Verfahrens und trägt die volle Verantwortung dafür, ob im Falle einer Insolvenzeröffnung gegen den aktuellen Gesellschafter von BenQ Mobile im Hinblick auf dessen Verhalten in der Vergangenheit Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Der Insolvenzverwalter hat dabei seine Entscheidungen neutral und unabhängig von Schuldnern und Gläubigern zu treffen.“

Man fragt sich, ob der Sachbearbeiter Dr. Schmiege, bzw. der Unterzeichner des Schreibens, Ministerialrat Sußebach, überhaupt einmal die Insolvenzordnung zur Hand genommen haben. Herren des Verfahrens sind ausschließlich die Gläubiger, ausgedrückt in Einzelvorschriften wie § 160 InsO. Da die Bayerische Staatsregierung offensichtlich Schwierigkeiten beim Lesen und Verstehen bundesdeutscher Gesetze hat, drängt sich die Frage auf, ob es nicht eine Absicht ist, dass die Bayerische Staatregierung, hier versucht, den Dorfkramer zu belügen. Lesen wir weiter:

„Als unabhängiges Organ der Rechtspflege ist er damit auch vor der unzulässigen Einflussnahme des Staates geschützt.“

Hoppala und was ist dann mit den tollen Lösungen durch Politik und Wirtschaft z. B. hier:

Aha, die Politik mischt sich also nicht ein, selten so gelacht....

oder hier:

http://de.biz.yahoo.com/20102006/3/benq-runder-tisch-beraet-vorgehen.html



Na, merken Sie was? Klar: Die Bayerische Staatsregierung, also die „Politiker“ verarschen die Gläubiger und versuchen sie mit bodenlosen Lügen stillzuhalten.

Tatsache ist, dass der vorläufige Insolvenzverwalter unter massivem Druck der Politik steht, die alles tut, um im Licht der Öffentlichkeit als „Retterin von Arbeitsplätzen“ dazustehen. Subventioniert werden sollen ein gewisser Prozentsatz von Beschäftigten auch auf Kosten der Gläubiger. Dazu ist als abgekartetes Spiel bereits von Beginn dieses Spiels an vereinbart, die Gläubiger im Regen stehen zu lassen und auf Biegen und Brechen, eine Fortführungsgesellschaft zu bilden. Das beinhaltet natürlich vorweggenommene Zugeständnisse der geschädigten Gläubiger, die, obwohl gesetzlich Herren des Verfahrens, erst gar nicht gefragt werden.

Tatsache ist, dass die Gläubiger Machtmittel haben. Sie allein bestimmen den Inhalt eines von der Vermögenszerschlagung abweichenden Insolvenzplans. Die Herrschaften, die bisher alles daran setzen, die Gläubiger zu täuschen und ihnen den Zugriff auf das Vermögen zu verweigern, müssen sich darauf einstellen, dass dieses leicht zu durchschauende Spiel dokumentiert wird. Angesichts der Tatsache, dass die Bayerische Staatsregierung offensichtlich selbst Ratschläge zur Rechtsbeugung gibt, wird es zwar schwer, aber es wird möglich sein, Ansprüche gegen Verantwortliche durchzusetzen.

Jedenfalls wird spätestens bei Vorlage eines Insolvenzplans die Gläubigerschaft mal nachfragen, warum nicht eine Betriebsstilllegung als Option erwogen wurde beim rechtswidrigen Handeln des vorläufigen Insolvenzverwalters. Ein Blick zurück genügt: Prager hatte schon nach zwei Wochen eine „Super-Geschäftsidee“ für BenQ Mobile aus dem Hut gezaubert. Dies, obwohl er über keine Branchenkenntnisse verfügt. BenQ-Mobile-Pleitier Joos hatte ihm wohl bei diesem Medien-Gig unter die Arme gegriffen. Frage: Was bitteschön will BenQ Mobile noch verkaufen? Prager verbrät Tag für Tag Geld, das den Gläubigern gehört sinnlos und rechtswidrig. Er verhandelt ohne Gläubiger mit Billigung des Insolvenzrichters, der als Richter des Freistaats Bayern offensichtlich Rückendeckung der Bayerischen Staatsregierung hat. Sonst würde er nicht den Gläubigerausschuss mit Nicht-Gläubigern besetzen und dem vorläufigen Insolvenzverwalter Ermächtigungen geben, die gesetzlich nicht gedeckt sind.

Der Fall stinkt. Es sieht alles danach aus, dass die Gläubiger nun noch einmal geprellt werden. Deshalb zeigt Dorfkramer mal wieder die Rote Karte:

Sehr geehrter Herr Dr. Schmiege,

zur Einarbeitung in das Insolvenzrecht empfehle ich Ihnen die Insolvenzordnung, insbesondere §§ 21, 22 und
Becker, Christoph: Insolvenzrecht, 2005, ISBN 3-452-25845-9.

Des weiteren möchten Sie bitte mal hinterfragen, ob es sich lohnt, Bayerische Staatsbürger für dumm verkaufen zu wollen. Näheres können Sie unter
www.dorfkramer.blogspot.com erlesen.

Mit freundlichen Grüßen

Dorfkramer


13 November 2006

Rechtsanwalt Falch München in der Süddeutschen

Zum Wiehern ist heute das Interview mit dem selbsternannten "Experten für Arbeitsrecht" Rechtsanwalt Johannes Falch. Man muss wissen, dass er sich gleich um die Ecke zur SZ-Redaktion befindet. So konnten zwei offensichtlich unbedarfte SZ-Mitarbeiterinnen, wahrscheinlich Praktikantinnen, kurz mal rüberchecken um Material zu kriegen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient folgende Aussage unseres "Experten":

Abfindungen sind grundsätzlich nicht insolvenzgeschützt. Wenn ein Unternehmen pleite macht, gibt es ja viele Forderungen. In dieser Liste stehen Abfindungen an letzter Stelle. Die früheren Beschäftigten des Unternehmens bekommen dann erfahrungsgemäß nur zwischen zwei und acht Prozent ihrer vereinbarten Abfindungssumme. Selten kommt da mehr raus.


Ich weiß zwar nicht, von welcher Liste der Mann redet. Ich weiß aber, dass die Leute, die Aufhebungsverträge gemacht haben, Forderungen gegenüber der BenQ Mobile OHG haben. Sie sich GLEICHBERECHTIGT Insolvenzgläubiger nach § 38 InsO. Die Aussage von Rechtsanwalt Johannes Falch München ist also falsch. Und: Wie kommt der Mann ohne Kenntnis der Vermögenslage der BenQ auf zwei bis acht Prozent? Überlegen Sie mal und Sie werden feststellen, dass der Rechtsanwalt kompletten Unsinn von sich gibt.

Das ist normal. Rechtsanwälte nutzen Medien, um an Mandanten ranzukommen. Bin gespannt wieviele Interessenten auf die Falschaussagen reinfallen. Es kann mir auch egal sein, da ich die Klagen nicht finanzieren muss. Und auch nicht werde. Schließlich wüsste ich nicht, was von den Geschäftsführer wo zu holen sein würde. Die Vollstreckung ist in diesem Fall außerordentlich schwierig. Rechtsanwalt Falch muss jedoch aufpassen. Wenn er sinnlose Prozesse führt, dann ist er Gegner aller Insolvenzgläubiger, da dabei Mittel der Gesellschaft zur Prozessabwehr dieser Individualansprüche gebunden werden. Das Interesse der Gläubiger muss jedoch sein, dass die Gesellschaft zu Geld kommt.

Die Süddeutsche Zeitung sollte jedenfalls mal Profis an solche Dinge ranlassen. Einfach alles abzuschreiben, nun ja, wenns der Unterhaltung dient.....

09 November 2006

Verschwiegenheitspflicht?

Es ist wirklich der Hammer, wie Verantwortliche ihre Verschwiegenheitspflicht verletzen. Da wäre an erster Stelle der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Martin Prager zu nennen, der ständig seinen Senf in die Presse gibt, anstatt das Insolvenzverfahren diskret vorzubereiten. Gipfel ist die Aussage, es handle sich bei der vorgeworfenen Insolvenzverschleppung des BenQ-Mobile-Managements lediglich um eine "Vergangenheitsbewältigung". Dann noch der Rechtsanwalt Johannes Falch. Dieser hat von eigenen Mandanten Wissen über die im August gewährten Abfindungen erhalten und dieses Wissen brühwarm der Presse erzählt. Wahrscheinlich, um Mandanten zu gewinnen. Da wird er wenig Glück haben, da jetzt, wo die Sache bekannt ist, der letzte der Geschäftsführer begriffen haben dürfte, dass er sich, bzw. sein Vermögen langsam vom Acker macht. Dümmer geht’s nimmer, würde man da sagen, wenn jemand einen Anspruch geltend machen will und diesen, anstatt ihn durch Arrest etc. zu sichern, ausplaudert. Den absoluten Gipfel, den Mount Everest sozusagen, besteigt der Leitende Oberstaatsanwalt und Lobbyist in eigener Sache Christian Schmidt-Sommerfeld, der schon vor Beginn der Ermittlungen hinausposaunt, dass er diese irgendwie eingeleitet hat. Aber so rechten Bock scheint er nicht zu haben, sonst würde er mal die Akte des Insolvenzverwalters einsehen.

Dorfkramer zeigt dafür klar die ROTE KARTE!

Alle Genannten sind als „Organe der Rechtspflege“ dazu gehalten, den Dingen diskret nachzugehen, anstatt in Stammtischmanier in der Öffentlichkeit rumzutratschen und schon im Vorfeld von etwaigen Schadensersatzprozessen Meinung zu machen und somit die dann damit befassten Richter zu beeinflussen. Alle Genannten haben Privilegien als Beamte und Rechtsanwälte, jedoch auch besondere Pflichten. Wenn sie diese, wie angezeigt, verletzen, dann haben sie nicht nur mangelnden Berufsethos, sondern schaden vor allem sich selbst. Intelligente Gläubiger wissen nun nämlich, dass der vorläufige Insolvenzverwalter ihre Interessen nicht mit berücksichtigt, wie das eigentlich der Fall sein müsste. Und die Mandanten von Rechtsanwalt Flach werden es sich wohl überlegen, ob sie mit ihm Prozesse führen, gegen Anspruchsgegner, die schon längst wissen, wohin der Hase läuft und ihr Vermögen gesichert haben, wie z. B. Clemens Joos, von dem bekannt ist, dass er ein Stiftung unterhält. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht hat halt nicht immer einen gesunden Menschenverstand, sonst hätte er erst Detektive auf die Anspruchsgegner angesetzt und dann vorläufig vollstreckt. Die Titel, die er erringen möchte, werden sich so die Mandanten aufs Klo hängen können. Und was den Leitenden Oberstaatsanwalt betrifft: Der scheint das Ganze nicht so ernst zu nehmen. Offensichtlich ein Protagonist der „Spaßgesellschaft“. Sonst hätte er die Ermittlungen stillschweigend aufgenommen und erst bei begründetem Verdacht die Öffentliche Klage - eben weil sie öffentlich ist - an die Öffentlichkeit gegeben. Die Gläubiger wurden und werden also nicht nur von der BenQ Mobile geprellt, sondern jetzt noch in diesem unsäglichen „vorläufigen Insolvenzverfahren“. Dass dies in der Presse nicht bekannt wird ist klar: Die Süddeutsche-Redaktion, die gleich um die Ecke zur Kanzlei Flach ihre Büros hat, hat z. B. überhaupt kein Interesse an den Gläubigern oder an ein sauberes Insolvenzverfahren, sondern ein Interesse, Meldungen rauszuballern. Dazu braucht sie Informanten wie die genannten, die Stories kreieren, so läuft das Geschäft. Aber es gibt ja jetzt das Internet, das diese Informationslücken füllt. Sehen wir, wie die Sache weitergeht.

07 November 2006

Insolvenzkommunikation

Nun, da heute viel Post rausgegangen ist und die Presse einen alten Hut als "Knaller"
präsentiert hat, überlege ich mal, wie es denn weiter geht. Also: Es geht jetzt ans Eingemachte. Nach dem Schock und den entsprechenden ersten Ordnungen im allgemeinen Chaos, kristallisieren sich jetzt langsam Akteure des Geschehens und die Rahmenbedingungen heraus. Hoppla, wird sich das Insolvenzgericht sagen, da kommt ein Kleingläubiger. Tatsächlich ist es nicht üblich, dass Kleingläubiger im Insolvenzverfahren aktiv werden. Zum einen fehlen den Meisten Zeit und Wissen zur Verfolgung eigener Interessen. Zum anderen gibt es meistens nichts zu holen. Nicht so bei BenQ. Hier gibt es eine Anspruchsgrundlage, die strategisch verfolgt werden kann. Aber natürlich nicht in der Öffentlichkeit. Das heißt, dass auch in diesem Blog zurückhaltender kommentiert werden muss. Schließlich habe ich als Verfahrensbeteiligter nach Stellung des Eröffnungsantrags Pflichten gegenüber der Gläubigergesamtheit. Der Leser sollte sich also nicht wundern, wenn die Texte zu BenQ spärlicher, trockener und damit auch langweiliger werden. Dies dann nicht, wenn die Gläubigerversammlung sich für eine Offenheit entscheidet, indem z. B. die Presse eingeladen wird. Falls nicht -und das ist eigentlich zu empfehlen- muss jeder Gläubiger umsichtig mit den ihm bekannten Informationen umgehen. Insolvenzgericht und (vorläufiger) Insolvenzverwalter unterliegen kraft Amtes der Verschwiegenheitspflicht. Inwieweit dies für Gläubiger außerhalb eines Amtes (z. B. Mitglied des Gläubigerausschusses) gilt, muss noch geklärt werden.

04 November 2006

Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Nun - nachdem mit der Insolvenzrichter Preuß aus seinem Büro geworfen und ein Telefonat mit dem Gruß „Guten Tag“ abgebrochen hat, habe ich doch noch eine rechtliche Möglichkeit gefunden, den drohenden Beschiss an den Gläubigern zu verhindern. Wieso Beschiss?

Also: Normalerweise sieht die Insolvenzordnung vor, dass der Kreis der Gläubiger das Verfahren beherrscht. Ist das Insolvenzverfahren eröffnet, dann hat die Gläubigerversammlung Rechte wie die Wahl eines anderen Insolvenzverwalters (§ 57 InsO) oder der Prüfung der Rechnungslegung (§ 66 InsO). Auch entscheidet sie über die Einsetzung eines Gläubigerausschusses und die Besetzung (§ 68 InsO).

Diese Rechte gibt es jedoch nur, nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Im Fall BenQ ist es nunmehr so, dass das Insolvenzgericht die Gläubiger vor vollendete Tatsachen stellen möchte, da es Entscheidungen in die Alleinbefugnis des vorläufigen Insolvenzverwalters und des vorläufigen Gläubigerausschusses stellt. Sehen Sie sich mal die Internetseite des vorläufigen Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Dr. Martin Prager an:

http://www.pluta.net/cgi-bin/insoweb/start.cgi

Geben Sie das Stichwort BenQ ein. Es spuckt Ihnen die drei Firmen aus, die in der Insolvenz zusammenhängen. Die Management GmbH und Wireless GmbH wurden gegründet, um in der OHG die Haftung zu vermeiden.

Aber wieso jetzt der Hinweis auf einen möglichen Beschiss? Nun -ganz einfach: Das Gericht hat mit Beschluss vom 31.10.2006 den vorläufigen Insolvenzverwalter zu einer eigenständigen Abwicklung der BenQ Mobile GmbH & Co. OHG ermächtigt. Dr. Prager darf alles machen. Er darf sogar -und das ist der Höhepunkt- mit der Siemens AG und der BenQ Corporation Vergleiche abschließen. Dazu muss er nicht mal eine Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses einholen, sondern sich nur mit ihm "abstimmen". Wobei der Gläubigerausschuss keinen Vertreter der Kleingläubiger enthält, wie eigentlich vorgeschrieben (§ 67 Abs. 2 InsO). Vielmehr hocken dort Vertreter des Staates (Agentur für Arbeit); die IG Metall, die Hermes Kreditversicherung und die Lieferanten Infenion und Lumberg. Diese werden alles tun, um ihre eigenen Interessen zu vertreten.

Somit hat das Insolvenzgericht alles getan, um den Fall elegant abzuwickeln ohne sich in einer Gläubigerversammlung rechtfertigen zu müssen. Dies kann sogar soweit gehen, dass die OHG aufgelöst wird und damit alle Ansprüche gegen Siemens, BenQ usw. verlustig gehen. Die Lieferanten werden gesondert behandelt in einem Lieferantenpool usw.

Der einzige Hebel gegen diesen einfach zu erkennenden möglichen Beschiss, ist der eigenständige Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Ich habe diesem im Internet veröffentlicht: http://www.prodeutschebank.de/foto3.htm.

23 Oktober 2006

AUFRUF!! Weiterhin Lee-Loo-Video anklicken!!!

Das Lee-Loo-Video ist mit über 800 Klicks nach nur einer Woche sehr erfolgreich. Es besteht die realistische Möglichkeit, ganz nach oben zu kommen, wenn man "BenQ" eingibt.

Dorfkramer hat natürlich, vor allem bei der IG-Metall-Demo in München, kritische Stimmen vernommen, die zwar nicht das Video grundsätzlich in Frage stellten, aber stilistische und inhaltliche Schwächen ansprachen. Hey Leute! Das Video ist eine Billigproduktion und kein flashanimiertes, mit Drehbuch und Regie ausgestattetes Mini-Kunstwerk. Es ist auch nur eine Ergänzung zur Performance auf dem Münchner Marienplatz und den Fotos. An sich ist diese Aktion nicht videofähig. Also: Augen zu und durch. Man muss sich den Film auch nicht in voller Länge geben; ein Klick genügt.

AUF GEHTS !!!

Endlich Kritik an BenQ-Führung in Taiwan! Dorfkramer aktiv als Gläubiger!

Dorfkramer nimmt heute befriedigt zur Kenntniss, dass sich erste Stimmen unserer Medien-Meinungsführer gegen die BenQ-Führung in Taiwan erheben. So hat gestern NRW-Präsi Rüttgers im Fernsehen zitierfähiges Material abgelassen. Damit steht Dorfkramer mit seiner Meinung nicht mehr allein. Rüttgers wurde übrigens wie andere Persönlichkeiten, die bei uns regelmäßig ihren Senf dazugeben dürfen, über die Existenz der Dorfkramer-BenQ-Kampagne informiert. Es gebührt ihm Respekt, dass er als Erster der privilegierten Persönlichkeiten diesen Argumentationsstrang vertritt. Kommentatoren aus den Medien haben sich ja nicht getraut; sie schossen lieber der Einfachheit halber stupid gegen Siemens und dessen Boss Kleinfeld, was natürlich auch von Nutzen ist. Dorfkramer, und das sei hier festgehalten, hat jedoch wieder einmal die Meinungsführerschaft auf einem Gebiet übernommen.

Mittlerweile zeigen sich interessante Konstellationen. Zum einen möchte Siemens offensichtlich noch einmal 25 Millionen nachschießen, worüber heute sogar die Financial Times berichtet. Zum anderen geht eine Rechtsanwaltskanzlei an die Öffentlichkeit, um über eine „Sammelklage gegen Siemens zu informieren.

Was ist von diesen Entwicklungen zu halten? Nun: Wie bei jedem Insolvenzverfahren gibt es verschiedene Möglichkeiten, zu Geld zu kommen und es gibt natürlich verschiedene Interessenlagen. Was jedoch wichtig ist: Die Insolvenzordnung regelt dieses Verfahren und das maßgebliche Entscheidungsorgan ist dabei die Gläubigerversammlung. Warum ist das wichtig? Es gilt das Prinzip, dass das ganze Geld, das vorher oder nachher in die Insolvenzmasse gerät der Gläubigergesamtheit zusteht. Und berechtigt zu einer Klage wäre dann nur der Insolvenzverwalter (§ 92 InsO). Gläubiger müssen deshalb bereits jetzt alles dokumentieren, was so aussieht, als würde es nur einem Teil zu Gute kommen, wie die Siemens-Kohle oder die isolierte „Sammelklage“. Alles, was hier außerhalb des Insolvenzverfahrens gezockt wird, kommt allen zu Gute.

Dorfkramer, der inzwischen Gläubiger ist, hat sich deshalb bereits mit dem Insolvenzgericht in Verbindung gesetzt und beantragt, schnellstmöglich einen Gläubigerausschuss einzuberufen, um ein geordnetes Verfahren im Sinne der Gläubigergemeinschaft, das sachlich alle Optionen prüft, einzuleiten. Rechtsanwälte, die außerhalb des Insolvenzverfahrens Klageangebote machen, werden nicht umhin kommen, diese der Gläubigerversammlung zu unterbreiten, falls diese einberufen wird. Das Insolvenzgericht und der vorläufige Insolvenzverwalter sollten dabei mögliche Haftungsansprüche gegen sie beachten. Das heißt, dass das Ignorieren der Insolvenzordnung Haftungsfolgen auslöst.

Dorfkramer hat inzwischen auch die aussichtsreichste Anspruchsgrundlage gegen BenQ-Taiwan gefunden, die er natürlich erst „amtlich“ in der ersten Gläubigerversammlung bekannt gibt. Er prüft derzeit, ob eine isolierte Klage möglich ist und wartet die Antwort des Insolvenzrichters ab.

17 Oktober 2006

AUFRUF ZUM ANKLICKEN !! CLICK HERE!!

Je mehr Klicks und je mehr gute Bewertungen, umso weiter vorne das Video bei der Eingabe des Suchbegriffs "BenQ". Helfen Sie mit, das Image von BenQ in der Welt des Internet so zu verankern, wie es ist.

Dorfkramer findet Möglichkeit für BenQ-Geschädigte!!

Nach langen Überlegungen und Recherchen hat Dorfkramer eine Lösungsmöglichkeit für die BenQ-Geschädigten gefunden. Es handelt sich um die Verfolgung des bereits erwähnten Rechtsanspruchs nach § 826 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

Tatsächlich gibt es ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das eine sittenwidrige Schädigung dann annimmt, wenn ein Gesellschafter oder faktisch beherrschendes Organ eine ordentliche Liquidation verweigert und stattdessen schädigend das Unternehmen vernichtet.

Dorfkramer hat sofort alles in die Wege geleitet, dass diese Rechtsprechung zum Insolvenzgericht und weiteren Stellen gelangt. Die Strategie muss jetzt sein, das Insolvenzgericht davon zu überzeugen, dass der Insolvenzverwalter diesen Anspruch bereits im Gesamtvollstreckungsverfahren geltend macht. Da es sich um den Begriff der "sittenwidrigen Schädigung" handelt muss begleitend zu einem Gerichtsverfahren auch in der Öffentlichkeit und vor Gericht klar gemacht werden, welche Sitten bei uns herrschen und warum BenQ dagegen verstoßen hat. Es sind dazu alle ethisch-moralischen Instanzen und Persönlichkeiten heranzuziehen, die sich kraft Verpflichtung der eigenen Kultur gegenüber dafür einzusetzen haben, dass das Gericht von der BGH-Rechtsprechung nicht abweicht.

Dorfkramer veröffentlicht alle Dokumente auf der Internetseite

http://www.prodeutschebank.de/foto3.htm

16 Oktober 2006

BenQ-Kampagne beginnt

Nachdem Dorfkramer sowohl die intellektuelle Grundlage als auch die Bilder erarbeitet hat, ist die Kampagne in vollem Gange. Das Video auf youtube.com hat nach nicht einmal drei Tagen schon über 250 Zugriffe und 4 Ratings zu verzeichnen. Das ist für ein Nischenthema und noch dazu von einem Deutschen ein beachtliches Ergebnis, das Hoffnungen macht.

Dorfkramer hat deswegen heute seine Aktvitäten verstärkt und die Presse, Parteien und Fraktionen aufgerufen, deutschen Staatsbürgern zu helfen. Überraschenderweise erklärte sich die Linkspartei schnell und unbürokratisch dazu bereit, die Infos in ihre Verteiler zu geben. Das mieseste Erlebnis gab es einmal mehr mit der starren und arroganten Bayerischen Staatskanzlei. Dort fragte eine Frau Bürger erst mal nach, welches (Groß-) unternehmen man denn vertrete. Nachdem Dorfkramer dann was von Einzelperson, Lobbyist und Aktivist erzählte -und dann auch noch den Begriff "Alteingessessen" verwandte-, verwies diese Frau Bürger auf den Postweg an die allgemeine Adresse, sie habe keine Zeit. Dorfkramer musste dann sogar darum kämpfen, dass sich diese Frau Bürger unter lautem Gezeter die Internetseite notierte (wenn sie es überhaupt gemacht hat).

Fazit: Die Bayerische Staatskanzlei vertritt meine Interessen und die Interessen der Geschädigten und bayerischen Staatsbürger nicht. Folge: Keine Kontaktanbahnung mehr mit diesem bayernfeindlichen Saftladen. Soll der Ministerpräsident mit seiner überheblichen Crew ohne Volk glücklich werden. Wir warten auf 2008.

Erwin Hubers Wirtschaftsministerium war dagegen ok. und hörte sich den Vorschlag zumindest mal an. Es ist klar, dass die Kommunikation, die Hubers Laden hier führen muss äußerst schwierig ist; da kann man keine unmittelbare Unterstützung erwarten (Diplomatie!).

Hier noch einmal der Verweis zu youtube.com:

http://www.youtube.com/watch?v=NnDZ51kGKOs

12 Oktober 2006

BenQ Activist Art Performance München

FOTOS AUF http://www.flickr.com/photos/38578782@N00/

VIDEO AUF http://www.youtube.com/watch?v=NnDZ51kGKOs


















Activist Art Performance: Am Mittwoch, den 11. Oktober 2006 war es wieder soweit. Dorfkramer sass mit einer Maske von BenQ-Superboss Lee aus Taiwan zwischen 9.00 und 16.30 am Münchner Marienplatz und trug an diesem herrlichen Herbsttag zum Stadtbild bei.

Lee sass auf einem Toilettensitz und las das Buch "Der Große Lee - Unternehmen vernichten : glücklich sein - 1000 Tipps & Tricks zur persönlichen Freiheit." "Sponsored by BenQ, global experts in swindle." Ein zweites Buch stand mit einem englischen Titel daneben mit den Fahnen der Volksrepublik China und Taiwan (Republik China). Um die Toilette lagen noch Klopapierrollen aus Dollar- und Euro-Noten. Die Hintergrundgeschichte konnte auf einem Schild, das angelehnt war, nachgelesen werden.

Den größten Anklang fand die Performance erst einmal bei drei Schulklassen der 2. Jahrgangsstufen, die das Klo umlagerten, um Dollar-Scheine von der Klorolle zu bekommen. Die Verteilung des Geldes nahm zehn Minuten in Anspruch. Dann entwickelte sich das Ganze wie jeder Stand am Marienplatz. Es gibt Leerläufe und plötzlich finden sich Menschen zusammen, um eine Ansammlung zu bilden.

Minimalziel war, die Performance zu machen und zu dokumentieren. Dieses Ziel wurde übertroffen. Es konnten nämlich viele Einzelgespräche geführt werden mit Menschen, die das Thema verstanden haben und die selbst betroffen waren, z. B. durch frühere inszenierte Pleiten von ausländischen Unternehmen. Auch Verschwörungstheorien machten die Runde und man mochte selber daran glauben, als man z. B. die Story eines Manns hörte, der akribisch Beweismaterial über einen vielgelobten Insolvenzverwalter gesammelt hatte, jedoch bei der Münchner Presse abblitzte. Er hat bereits abgeschlossen und fährt mit dem Rad nach Santjago de Compostela. Man dachte an die vielen Einzelschicksale, die jede Insolvenz nach sich zieht.

Die interessanteste Sequenz gab es dann Nachmittags. Ein Taiwanese Mitte 20 mit seiner Begleiterin, der deutsch sprach, begann eine Diskussion. Ihn störte, dass die Flaggen von Rotchina und Taiwan zusammen auf dem Buchdeckel waren, was beabsichtigt war. Und er sagte, er verstünde das nicht. Siemens wäre doch schuld, die hätten es ja gewusst. Dorfkramer führte dann aus, dass BenQ es beim Kauf auch gewusst hatte, jedoch BenQ die Verantwortung für seine Mitarbeiter auch in Deutschland hat und Siemens hat Verantwortung für seine Mitarbeiter auch in Taiwan. Eine schneidende Frauenstimme warf dann ein "Sind Sie Herr Kleinfeld?" Und: "Hat Siemens denn keine Verantwortung für Mitarbeiter in Deutschland?" "Was meinen Sie damit?" "Sie verstehen mich ganz genau. Hat Siemens keine Verantwortung für Mitarbeiter in Deutschland?" Zwei Sekunden Schweigen. "Danke das genügt." Abgang der Frau und drei weiterer Personen.

Jedoch entwickelte sich dann das fruchtbarste Gespräch des Tages, da es alle Seiten beleuchtete, also natürlich die Frage anriss, inwieweit Siemens eine Verantwortung trifft und warum Klaus Kleinfeld sich nicht in Taiwan für den Standort eingesetzt und klar gemacht hat, dass BenQ eine Verantwortung als Käufer habe. Es wurde dann überlegt und man fragte sich, ob Kleinfeld einfach so naiv war, zu glauben, Taiwan würde sich in irgendwelcher Weise um die übernommene Firman kümmern. Es sei also auch ein Kulturproblem, das von vielen deutschen Firmenbossen nicht so gesehen würde. Und das würde dann eben Auswirkungen haben wie Hetzkampangen gegen Sündenböcke im eigenen Land. Das zeige das Beispiel der Diskussion vorher. Als die Taiwanesen sprachen, sprang das Publikum sofort auf deren Meinung an. Natürlich haben die Taiwanesen geschickt die Interessen ihres Landes vertreten. Jedoch mussten sie offensichtlich das erste Mal feststellen, dass es in Deutschland auch Menschen gibt, die ihnen nicht alle Geschichten abkaufen. Eine Frühwarnung.

Die schönsten Ereignisse waren die mit interessierten Menschen und zwar aller Generationen. Die sechs vierzehnjährigen Burschen aus Ingolstadt, die einfach nur nachfragten, was das soll, den 79jährigen Philosophen, der meinte Pascal hätte ja so ein Gesetz aufgestellt, man müsse nur was anfangen, also eine Art Gesetz der Vermehrung. Und natürlich der Herr, der klar und deutlich über die deutsche Medienwirklichkeit schwadronierte. Schlechte Ereignisse gab es kaum, da ja auch die Performance nicht oder wenig ,Interessierte angriff. Im Gegenteil, das Klo brachte,erst einmal viele zum Schmunzeln.

So unternahm Dorfkramer wieder einmal einen Versuch, ein schwieriges politischen Thema zu kommunizieren. Erreicht wurden mehrere hundert Menschen und vielleicht zwei Dutzend setzten sich näher damit auseinander. Mehr kann man nicht erhoffen, das ist ein zufriedenstellende Aktion. Die Performance wird vielleicht an deutschen Universitätsstädten fortgesetzt. Ziel ist weiterhin eine umfassende öffentliche Diskussion über die REALEN Auswirkungen der Globalisierung und die Schwächen, die Deutschland darin hat. Dorfkramer sucht dazu Autoren.

08 Oktober 2006

SIEMENS/BENQ SKANDAL - DORFKRAMER AKTION AM MÜNCHNER MARIENPLATZ


Am Mittwoch, den 11. Oktober findet voraussichtlich zwischen 8.00 und 17.00 eine Activist Art Performance statt. Ort: Marienplatz München.

Die Performance, bzw. Aktion richtet sich gegen BenQ-Superboss Lee und soll die Lücke in der öffentlichen Meinung füllen, die sich ausschließlich gegen Siemens gerichtet und damit dem Standort Deutschland und vor allem den Mitarbeitern und Aktionären von Siemens geschadet hat.

Mit der Aktion unternehme ich einen weiteren Versuch, um auf diese wichtige Tatsache hinzuweisen. Ziel ist, die deutsche Medienöffentlichkeit und die politischen und wirtschaftlichen Eliten, dazu zu bringen, sich endlich professionell und zielgerichtet für deutsche Interessen einzusetzen.

Dies ist nicht der Fall. Ich verstehe zum Beispiel nicht, was ein Stammtisch mit Klaus Kleinfeld und den Ministerpräsidenten Rüttgers und Stoiber bringen soll. Der einzige Weg, deutsche Interessen zu vertreten besteht in einer Klage gegen BenQ Taiwan wegen sittenwidriger Schädigung, bzw. Strafanzeige gegen Lee wegen Betrug und einer begleitenden, glaubwürdigen Kampagne an BenQ-Zentren also vor allem in Taiwan und Rotchina. Alles andere ist eine Ruhigstellung der für dumpf gehaltenen deutschen Öffentlichkeit, die nichts und aber nichts bringen wird. Das Image von Siemens ist bereits beschädigt. Wenn BenQ-Mobile-Boss Joos ins Horn stößt, man solle seine BenQ-Handys kaufen, vergisst er, dass er damit die Marke BenQ durch diese Öffentlichkeit massiv aufwertet. Die Kunden greifen dann halt auch zur BenQ-Tastatur und die Taiwan-Chinesen lachen sich über diese von deutschen Medien kostenlos lancierte Produktwerbung, die ihren Fabrikarbeitern hilft, dumm und dämlich.


Näheres auf:

http://prodeutschebank.blogspot.com/




06 Oktober 2006

Aktuell: BenQ/Siemens

Aus aktuellem Anlass widme ich mich des BenQ-Skandal und verweise auf den Beitrag, den ich mangels dörflichem Bezug auf folgender Seite publiziert habe:

http://prodeutschebank.blogspot.com/search/label/Deutschland%20%3A%20Welt


Weiter Beiträge zu diesem Thema werden auch auf dem prodeutschebank.de-Blog publiziert.