01 Juni 2016

Das Wesen des Kulturstrands München


dorfkramer Activist Art 2016: Das Wesen des Kulturstrands München - Open Source 

Urbanauten, Kulturstrand und andere Dinge, die meinen Lebensraum betreffen...



Foto: Der Scheißhausverschlag der Urbanauten am "Kulturstrand 2015"

Nach einigen Jahren der Blogabstinenz schreibe ich heute wieder, weil Entwicklungen eingetreten sind, die ich in ihren Ursprüngen dokumentiert habe.
Es geht im Kern um das Thema, wie sich zwei Menschen in einer Millionenstadt breit machen und den öffentlichen Raum für sich reklamieren.
Die Benjamin David Ulrike Bührlen Gesellschaft des bürgerlichen Rechts möchte den innerstädtischen Isarraum nach ihrem Gusto umgestalten, hin zu einer Event- und Partyzone. Das betrifft meinen ureigenen Lebensraum und deshalb ist die Zeit angebrochen, gegen die urbanauten aufzustehen und um das noch wilde und freie Leben zwischen Ludwigsbrücke und Tivoli zu kämpfen.

Beginnen Sie bitte mit dem Lesen folgender Beiträge:

urbanauten: Wie unterwerfe ich eine Millionenstadt?

Hurra, die urbanauten sind weg!

Isar München: Dokument einer Zerstörung

Der Streit um die Vergabe des sogenannten Kulturstrands 2016 am Vater-Rhein-Brunnen hat heute die "Urbanauten" zu einem Text verleitet, der die Gefährlichkeit dieser Menschen verdeutlicht. Ich stelle den Text unten ein.

Ich habe selten etwas solch Größenwahnsinniges gelesen. Also: Das Verwaltungsgericht entscheidet, dass die Stadtverwaltung die Punktevergabe der Ausschreibung noch einmal überprüfen muss. Die Urbanauten nehmen dies zum Anlass, sich als Sieger zu erklären, denen jetzt zehn Jahre lang der Platz ohne Auflagen überlassen werden muss. Die Urbanauten bieten Frau Zehra Spindler großzügigerweise eine Bewerbungsmöglichkeit an. Auch Frau Stadtbaurätin Elisabeth Merk darf gnädigerweise den Sandburgenwettbewerb beaufsichtigen. Die Entwicklung der Isar in der Stadt wird am entscheidenden Ort von den urbanauten geleitet. Die Urbanauten sehen sich als neue Münchner Isarführer, denen es sich unterzuordnen gilt.

Hinzu kommt die ewige Leier der Urbanauten, Ihr "Kulturstrand" sei nicht kommerziell. Das ist falsch. Die David Bührlen GbR ist nicht gemeinnützig und der Wirt ist es auch nicht. Der in der BILD offen gelegte Umsatz von 350.000 Euro in drei Monaten (!) zeigt bei einem Blick auf die Preisliste und dem damit verbundenen Rohgewinn, dass sich eine Lizenz zum Gelddrucken aufgetan hat.


Dann der Konsumzwang. Ich wurde letztes Jahr mehrmals angesprochen, ich dürfe keine Getränke mitnehmen, sondern müsse diese am Stehausschank der urbanauten kaufen. Begründung: Das sei ein "Bayerischer Biergarten". Als Ur-Bayer fehlen da weitere Worte.




Des Weiteren die Verflechtungen der urbanauten in den von ihnen mit dominierten Vereinen Corso Leopold e. V., Münchner Forum e. V., Isarlust e. V. und vielem mehr. Der Größenwahn kommt nicht von ungefähr. Benjamin David brachte es in den letzten zehn Jahren fertig, dass die Puppen und vor allem viele Stadträte für ihn tanzen. Er bekam z. B. für einen "Flashmob" im Jahr 2009 34.600 Euro. Die Stadtkämmerei hat mir aufgrund der Informationsfreiheit eine Übersicht über weitere Förderungen überlassen. Da  die Gewinnanteile der GbR aus dem Getränkeverkauf gewerblich sind, wären auch die Zuschüsse wegen der gewerblichen Prägung zu versteuern.

Sämtliche Bürgerversammlungen des Bezirks Altstadt-Lehel haben sich seit 2011 gegen einen "Kulturstrand" am Vater-Rhein-Brunnen ausgesprochen. Auch hier lügen die Urbauten, wenn sie davon faseln, es hätte keine Anwohnerbeschwerden gegeben. Die Bürgerversammlungsbeschlüsse werden seit Jahren vom Stadtrat nicht für voll genommen und ausgeblendet. Mitbürger, die sich beschwerten wurden nicht gehört und verängstigt.

Es herrscht eine Meinungsdiktatur der Urbanauten, die nur von vereinzelt wahrgenommenen Stimmen in Bezirksausschüssen, Leserbriefen und meinem Blog angekratzt wird. Parks, Grünanlagen, das Landschaftsschutzgebiet Isarauen werden einfach als "tot" abqualifiziert; es müssten Massenveranstaltungen her. Darüber sollen die Urbanauten bestimmen. Eine Dikatur über den öffentlichen Raum wurde heute von den Urbanauten eingefordert.

Ich rufe alle demokratischen Kräfte in München dazu auf, sich Zeit für diesen Fall zu nehmen. Ich bitte eindringlich darum, sich nicht den Urbanauten zu unterwerfen, sondern eigene Diskussionsrunden zu gestalten, den Bezirksausschuss zu unterstützen und sich demokratisch zu betätigen. Sollte es eine eigene Liste bei der nächsten Stadtratswahl geben, bitte ich fähige Mitbürger, sich aufstellen zu lassen. Wir brauchen Stadträte, die mit Menschen wie Benjamin David fertig werden. Der Isardiktator muss verhindert werden !

Hier der Text der Urbanauten:

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts von heute bestätigt die urbanauten: Die Vergabe des Kulturstrandes 2016 war rechtsfehlerhaft und ist damit hinfällig. Fakt ist: Die vom KVR veröffentlichte Auswahlentscheidung beruhte auf einer in verschiedenen Punkten unschlüssigen und intransparenten Punktevergabe. Erneut bieten die urbanauten heute der Stadt München an, gemeinsam eine dauerhafte Perspektive für den Kulturstrand der urbanauten zu suchen. Dabei steht für sie neben einer kurzfristigen Lösung 2016 (die natürlich toll für die MünchnerInnen wäre!), vor allem auch das Thema „langfristige Planungssicherheit“ für Mitarbeiter, Künstler und Partner des Kulturstrandes der urbanauten aber auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und alle anderen Beteiligten im Vordergrund.
Seit heute 14.16 Uhr ist es amtlich. Das vom KVR veröffentliche Ergebnis des angeblich fairen und neutralen Auswahlverfahrens für den Kulturstrand 2016 ist laut Verwaltungsgericht München rechtswidrig. Die urbanauten waren bei diesem Vergabeverfahren – völlig überraschend – gerade einmal zwei Tage vor dem geplanten Kulturstrand-Start am 12.5.2016 “unterlegen”.

Die urbanauten zeigen sich betroffen und traurig über den – ihrer Ansicht nach vermeidbaren – Gerichtsprozess und seinen Ausgang. Das Urteil des Verwaltungsgerichts kommt für die urbanauten nicht völlig unerwartet, da sie ein hervorragendes 98-seitiges Kulturkonzept mit dutzenden Partnern, hunderten Künstlern und einem schon auch einfach einem supertollen und bewährten Familien- und Kinderprogramm beim KVR abgeliefert haben. Zudem haben sie das Format „Kulturstrand“ kreiert, im regen Austausch mit Besuchern, Kulturszene, Politik, Verwaltung und AnwohnerInnen etabliert und zehn Jahre lang als Kunst- und Kulturprojekt an der Isar erfolgreich und Jahr für Jahr ohne Anwohnerbeschwerden durchgeführt. Die Durchsicht der Akten brachte auch für die urbanauten Bemerkenswertes zu Tage. Bemerkenswert z.B., dass selbst der BA1 Altstadt-Lehel die Abwesenheit von nachweisbaren Anwohnerbeschwerden im Rahmen des rechtlich klar geregelten Vergabeverfahrens klar einräumt (volle Punktzahl für die urbanauten!), während deren langjähriger (ehemaliger) Vorsitzender in der Öffentlichkeit ständig über dutzende Anwohnerbeschwerden über das Projekt der urbanauten motzte.
Warum ist das mit dem Verfahren – aus Sicht der urbanauten – dieses Jahr so furchtbar schief gelaufen? 
Es wurde hinter den Kulissen von den “Großkopferten” schon seit Jahren heftig um das kleine, aber feine Kunst- und Kulturprojekt der urbanauten gerungen. Das ist nichts neues, viele “Großkopferte” haben dabei auch immer die urbanauten sehr unterstützt. Fair und transparent ging es dabei nicht immer zu, sondern es wurde von allen möglichen Seiten heftig “geschoben”, auch –  defensiv – von den urbanauten und ihren Unterstützer übrigens, um ihre Idee und Ideale, die Künstler und die Mitarbeiter an der Isar zu schützen. 
Denn: Auch andere – rein-kommerziell motivierte Akteure – wollten entgegen dem breiten Wunsch der Münchner Bevölkerung ihre rein-gewinnorientierten Projekte an der Isar machen dürfen und ließen Verantwortliche in Politik und Verwaltung hinter den Kulissen das deutlich, manchmal auch zu deutlich, wissen. Dabei ist laut unseren Anwälten, Dr. Joyce v. Marschall und Felix Fischer von Chatham Partners LLP aus Hamburg ein Verfahren entstanden, das »grob ermessensfehlerhaft« und »intransparent« war und so zu »willkürlichen Ergebnissen« führte.
Dem hat das Gericht nun einen Riegel vorgeschoben: »Das Gericht hält die von der Antragsgegnerin (LH München) vorgenommene Bewertung in einigen Punkten für nicht sachgerecht oder nachvollziehbar, sodass die Auswahlentscheidung ermessensfehlerhaft bzw. von ihr nachzubessern ist. (…) Insbesondere bei den Kriterien „Zuverlässigkeit und Bewährtheit des Bewerbers“ und „Akzeptanz bei Anwohnern im Stadtviertel“ hat das Gericht eine Verzerrung des Bewertungsergebnisses bei der Durchführung des Auswahlverfahrens gesehen. Weiter wurden Unstimmigkeiten bei der Punktevergabe festgestellt.«

Ulrike Bührlen und Benjamin David, die urbanauten: «Von uns geht heute ein dringender Appell an die Stadt München, für den Kulturstrand der urbanauten ein radikal vereinfachtes Genehmigungsverfahren, wie in den Anfangsjahren des Projektes (auf der Corneliusbrücke), zu finden und dem Kunst- und Kulturprojekt langfristige Planungssicherheit zu gewähren. Das von Jahr zu Jahr weiter verkomplizierte Verfahren, irgendwo zwischen Stadtrat, Verwaltung und Parteien (und von einigen – wenigen – auch mit “niederen” Motiven) ausgehandelt, ist durch –  so kann man vermuten –  das jahrelange Gezerre der Mächtigen (insbesondere aus der SPD-Stadtratsfraktion) aus unserer Stadt um ein eigentlich mikroskopisch kleines Projekt schlicht von Jahr zu Jahr mehr und mehr rechtswidrig geworden – und das klar und deutlich und aus vielen Gründen, wie heute das Gericht bestätigt hat.«

Wo könnte die Reise hingehen? Die urbanauten, deren Konzept „nicht-gewinnorientiert“und „nicht-kommerziell“ ist wollen den Kulturstrand – mit langfristiger Planungssicherheit und gemeinsam mit der Stadt München und vielen anderen Akteuren – weiterentwickeln. Er soll – so ihr Vorschlag – neben einem schönen »temporären Stadtplatz mit Kiosk, Kulturbühne und dem coolsten Sandkasten der Stadt« an der Isar, den jedes Jahr rund 150 000 Münchnerinnen und Münchner besuchen und lieben, DER Ort werden für die nun anstehenden Diskussionen um die »Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum«, die von der Zivilgesellschaft, vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung und Frau Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk, dem Münchner Stadtrat und den Bezirksausschüssen engagiert voran getrieben wird. Hier wollen die urbanauten sich auch – soweit uns irgendwie möglich – nach den Wünschen des Planungsreferats und anderer städtischer und lokaler Akteure richten.

Dazu soll es auch wieder einen Architekturwettbewerb für die temporäre Architektur des Kulturstrandes geben, gerne auch wieder mit Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk als Juryvorsitzende. die urbanauten wollen zudem das Kunst-, Kultur- und Ausstellungsprogramm zusammen mit dem bewährten Kulturstrand-Programmchef Marco Böhlandt, dem bewährten Kulturstrand-Beirat (aus Stadträten, Verwaltungsspitzen, Kreativen und Künstlern) und mit einem/r neuenOmbudsmann/fraufür AnwohnerInnen- und BA-Interessen weiter ausbauen und für alle MünchnerInnen, StadtviertelbewohnerInnen und AnwohnerInnen Jahr für Jahr noch attraktiver machen und weiterentwickeln. In einem öffentlichen Kreativwettbewerb des Kulturstrandes für alle Münchner Künstler, Musiker und Kulturschaffende können sich die besten Kreativen unserer Stadt, wie u.a. Zehra Spindler, mit Vorschlägen für die jeweiligen Kulturstrand-Saison oder auch mehrere Jahre an die urbanauten und den Kulturstrand-Beirat wenden. Ko-Existenz ist das Ziel, nicht die gegenseitige Verdrängung der wenigen existenten Kulturoasen im öffentlichen Raum in München.

Die urbanauten Ulrike Bührlen und Benjamin David stellen dabei gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Hermann Zimmerer aus den Umsätzen der Kulturstrand-Bar Jahr für Jahr erhebliche Kulturbudgets zur Verfügung. Hierbei wird der gesamte Gewinn in Kultur und Architektur (re-)investiert. Und: das alles weiterhin, ohne dass es die Stadt München Geld kostet (außer sie möchte in das beliebte Projekt und seine Kultur mit-investieren!) und für die Münchnerinnen und Münchner als »temporärer öffentlicher Raum« umsonst und draußen. Das finanzielle Risiko (Wetterkapriolen!) trägt dabei der Kulturstrand der urbanauten.

14 Februar 2014

Urbanauten München: Wie unterwerfe ich mir eine Millionenstadt?

Altes in neuen Schläuchen von den Münchner "Urbanauten": Die Isar soll "bespielt" und kommerzialisiert werden. Dutzende Gaststätten, die Vernichtung des Uferstreifens am Haus des Deutschen Alpenvereins, eine "Ausholzung" und "Durchwegung" des ganzen Bereichs. Wie es vor Jahren bereits angedacht war.

Kurz vor den Kommunalwahlen haben die "Urbanauten" ihre Lobbyarbeit verstärkt und eine "Tutzinger Erklärung" veröffentlicht, in denen alles drinsteht, was auf uns zukommen soll. Feierlich überreicht wurde diese Erklärung den Münchner Oberbürgermeisterkandidaten in der Orange Bar von Green City Energy. Der Verein Greencity e. V.  war in der öffentlichen Einladung als "Partner" genannt. Ebenfalls das Münchner Forum. Ein Anlass, sich einmal wieder mit dem Thema zu beschäftigen.

Der Veranstalter Benjamin David verweigerte mir jedoch die Zulassung. Auch ein Anruf beim Münchner Forum führte nur zu folgender Mitteilung Davids: "Ich teile Ihnen hiermit mit, dass Ihre angeblich erteilte Zutrittserlaubnis ungültig ist." So viel zur Bürgerbeteiligung der "Urbanauten".

Ich habe mich deshalb einmal aufs Fahrrad geschwungen, um in die Ickstattstraße 9 zu fahren. Dort ist laut Internetseite die Geschäftsanschrift der "Urbanauten". Was ich dort gesehen habe, war nur ein Briefkasten. Eine freundliche Anwohnerin sagte mir, sie würde auch zu der Veranstaltung kommen. Ich regte an, Sie solle ein gutes Wort für mich einlegen, falls David Ärger mache. Ich wollte nämlich am Eingang von Green City Energy Flugblätter meines Blogs verteilen, um eine Gegenöffentlichkeit herzustellen.


Ich drehte noch ein paar Runden und sah mir an, aus welcher Perspektive die "Urbanauten", also Frau Ulrike Bührlen und Herr Benjamin David ihre Stadt sehen. Also: Die Ickstattstraße ist kulturell bereits Glockenbach, führt zur Kirche von Herrn Pfarrer Schießler, St. Maximilian hinüber zur Isar. Dazwischen ist der Isarschnellweg, der vom Verkehr belastet ist.

Eine ähnliche Situation wie ich es in der Steinsdorfstraße weiter nördlich im Lehel habe und damit eine Gemeinsamkeit: Wir wollen den Verkehr eindämmen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf.

Das Urbanautenduo Bührlen/David, nennen wir es "New Urban Lobby Zocks", haben nämlich von Beginn ihrer Aktivitäten an das Interesse, sich wirtschaftlich zu betätigen, zuletzt am Vater-Rhein-Brunnen, vorher auf der Corneliusbrücke. Sie haben es tatsächlich geschafft, durch vorgeschobene öffentliche Interessen, erst beim Stadtrat fünfstellige Beträge für "Kultur" zu generieren, durch eine in ihrem Sinne ausformulierte "Ausschreibung" vier Sommer lang öffentlichen Raum für ihre Gastronomie zu nutzen und das alles ohne selbst gewerbliche Verantwortung zu tragen, wie der Briefkasten beweist. Die "Urbanauten" sind eine Art Lobby-Familienbetrieb zur Sicherung ihrer Claims im öffentlichen Raum.

Diese Dinge sind bereits seit Jahren bekannt. Trotzdem schaffen es David/Bührlen immer wieder, ihre Interessen durchzusetzen, immer mit Hilfe der Grünen, die vor einigen Wochen Anträge im Stadtrat einbrachten mit Forderungen auf "Bespielung" der Isar, Ausholzung, Durchwegung und allen Scheußlichkeiten einer falsch verstandenen Urbanität. Die SPD stimmte diesen Anträgen zu, wie sie den Isarraum ja auch seit einigen Jahren für ihr "Isarinselfest" nutzt.

Einen starken Verbündeten hat das Gastropaar mit der Evangelischen Kirche ins Boot geholt. Diese hat mit St. Lukas einen Top-Standort, den sie besser vermarkten will, durch eine "Kirche am Wasser".

Die Protestanten verfolgen seit etlichen Jahren die Geschäftsstrategie des sogenannten "Gutmenschentums". Dazu gehört die Förderung von Randgruppen aller Art. Beim Evangelischen Kirchentag gibt es den "Marktplatz der Möglichkeiten", eine Plattform von allen möglichen Freaks mit den noch abstrusesten Ideen: empfehlenswert unterhaltsam.
Leider nehmen die Protestanten das alles so ernst, dass Sie dafür Millionen in den Sand setzen und umso mehr die Kohle brauchen.


Wer sich die Tutzinger Erklärung der "Urbanauten" durchliest findet viel Altbekanntes. Geprägt ist das Programm von einem Willen, unser Leben durchzuplanen und durchzuorganisieren. Ein Lebensstil immerwährender Straßenfeste, fester Wege, die an Gaststätten vorbeiführen, ständiger "Bespielung" und "Bespaßung" der öffentlichen Räume: Eine Kultur, die vielleicht nicht die Kultur aller Stadtbewohner ist.

Und nur darum geht es. Das Gastro- und Lobbyduo Bührlen/David glaubt offensichtlich, dass alle Münchner Einwohner genau ihre Kultur mögen und so leben wie sie. Nein, das wollen wir nicht. Wir wollen Ruhe, weniger Verkehr und den Erhalt von Grünanlagen und Plätzen ohne der ständigen Indoktrination irgendwelcher Lobbygruppen, die Staatsknete fordern. Wer die Tutzinger Erklärung durchliest, findet dort eine einzige Rechtfertigung für politische Urbanautenkumpels, Millionen von Steuergeldern für ein paar wenige locker zu machen. Nicht nur 90.000 Euro für das Urbanautenprojekt eines Fußgängerübergangs auf der Braunauer Eisenbahnbrücke (!) finden sich im Lobbyprogramm, sondern etliche weitere Posten. Wörtlich auf Seite 32: "Die Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum" ist bisher nicht in ihren Ergebnissen finanziert. Hier sollten zügig fest eingeplante Mittel für die Realisierung von umfassenden Maßnahmen in den Mehrjahresinvestitionsplan oder in deinem Nachtragshaushalt eingestellt werden. Dabei sind sofort Mittel für kurzfristige Maßnahmen, temporäre Kunst- und Kulturinterventionen, Bürgerbeteiligung und Bürgerprojekte ... einzustellen. Mittelfristig sollten erhebliche Beträge für die bauliche und landschaftsarchitektonische Überarbeitung des Stadtraumes eingestellt werden."

Es handelt sich um ein Lobbypapier der Stadtplanungsbranche, geführt von OB-Kandidatin der Grünen Sabine Nallinger, die für sich und ihre Kumpels auch nach der Wahl Stadtknete generieren möchte und sei es nur für sinnlose Planungen wie dem Schwimmbad im Hochwasserschutzgebiet für sechs Wochen über 15 Grad im Jahr und einem Radweg der auf der Schwindinsel enden soll; den niemand braucht.

Nun haben es die "Urbanauten" weit gebracht. Die Grünen lassen schon verlauten, dass Anwohner zu schweigen haben, wenn es um "übergeordnete" Interessen geht. Auf Seite 33 des Tutzinger Programms heißt das dann so:

"Ängste von Bürgern und Bezirksausschussmitgliedern ernst nehmen: Ängste vor Kommerzialisierungen und einer Partymeile an der Isar sollen ernst genommen werden. Im innerstädtischen Isarraum sind Kulturprojekte, Cafés, Biergärten, ein Isarflussbad und Kioske gut vorstellbar. Diese sollen jedoch nicht zu einer identitätslosen Kommerzialisierung/Internationalisierung wie z. B. in der Münchner Fußgängerzone führen. Hierfür gibt es geeignete kommunale Strategien und Rechtsmittel. So soll Kultur und Gastronomie auf Münchner Kulturschaffende, Gastronomen und Brauereien beschränkt werden. Internationale Ketten und Marken sind auszuschließen, Münchner Traditions- und Nachwuchsbetriebe anzusprechen."

Die Partymeile kommt also, wie ich es seit Jahren hier dokumentiert habe und zwar als Familienbetrieb von Bührlen/David, die jedwede Konkurrenz elegant ausschließen, die Deutungshoheit über dieses Münchner Stadtgebiet beanspruchen und anderen ihren Stiefel aufdrücken. Ein klassisches Unterwerfungskonzept und dadurch allein schon aufgrund der Dreistigkeit eine perfekte Fallstudie für politische Einflussnahme in unserer Zeit.

Und was machen die Verantwortlichen? Dr. Michael Mattar, FDP-OB Kandidat duckt sich weg, als ich ihm ein Flugblatt aus meinem Blog in die Hand drücke. Sabine Nallinger, Größte Stadtplanerin aller Zeiten, stößt ihr eigenes überhebliches Lachen ob vermeintlich verblödeter und renitenter Anwohner aus. Einzig Josef Schmid von der CSU nimmt das Flugblatt, studiert es für den Bruchteil einer Minute und stellt eine kurze Frage. Dieter Reiter kam nicht. Er hat mir aber vor einiger Zeit zugehört, als ich ihn in der S-Bahn ansprach. Vielleicht hat Reiter ja als erster begriffen, dass er von den "Urbanauten" als williger Politikdepp für ihre Lobby eingespannt wurde. Vielleicht begreifen alle OB-Kandidaten, dass auch die Anwohner stimmberechtigt sind, hier leben und Steuern zahlen, auch wenn die Urbanauten diese enteignen wollen. Es heißt:

"Wichtig ist eine Beteiligung der gesamten Stadtöffentlichkeit. Zu befürchten wäre sonst, dass sich wohlhabende Anwohner auf dem Gerichtsweg der "Sozialpflichtigkeit der innerstädtischen Wohnlage entziehen und damit letzten Endes den innerstädtischen Isarraum zu ihrem Privatvergnügen machen (S. 34)"

So funktioniert also der Ökofaschismus.  Ich werde mit meiner Wählerstimme sehr umsichtig vorgehen.

19 März 2013

Open Letter to The President of the Republic of Cyprus Mr Nicos Anastasiades

Open Letter
to The President of the Republic of Cyprus
Mr Nicos Anastasiades

Debt Relief Offering;
Willingness to Restructure Euro Medium Term Notes


Dear Mr. President,

as a Holder of Cyprus Eurobonds and European Citizen I am
affected by our now uncomfortable financial situation.

Since the Eurocrats did not take into accout a proper and sustainable
solution for every party involved in this case, I offer you my personal
debt relief and suggest to bring forward an informal meeting of
noteholders as soon as possible.

The experience with Argentina and her messy restructuring, which has not yet been completed after eleven years of financial battles around the globe, brought many market participiants to a deeper understanding.

The understanding that during a financial turmoil, Debtors, Creditors, Owners, Shareholders, Citizens are sitting in the same sinking boat and have to be rescued ... by themselves.

Only a speedy comprehensive debt restructuring involving all parties and your brave Citizens can bring an acceptable solution, financial stability and a good life for everybody.

Cyprus does not need the IMF or Eurocrats to organize talks and manage her finances. Bondholders are a strong part of Civil Society worldwide and a counter elite, if Brussels or some Capitals fail brainily.

Cyprus is and remains a strong and beloved part of Europe. Your people belong to Europe and must not be misguided. Let us help each other and bring the matter to an amicable end. Let us show the financial world, what we Europeans can.


Sincerely Yours,


Stefan Engelsberger, Munich

07 November 2012

Ladenschluss in Bayern: Landtagsfraktion der Freien Wähler bringt Gesetzesentwurf ein

Die Landtagsfraktion der Freien Wähler gibt heute bekannt, den Entwurf eines Ladenschlussgesetzes einzubringen. Neben der Regelung für Tankstellen, Reisebusterminals und Event-Shopping-Abenden soll vor allem der Sonntagsverkauf in Fremdenverkehrsorten der Gegenwart angepasst werden.

Der Gesetzesentwurf sieht dazu vor, den Warenkatalog in Art. 9 zu streichen und die Voraussetzung einer Sonntagsöffnung an das Vorhandensein eines touristischen Kundenkreises zu knüpfen.

Vorausgegangen war eine Schließungsanordnung des Landratsamts Berchtesgadener Land für einige Ladengeschäfte am Königssee und eine darauf folgende Interessenartikulation der Betroffen, die in
Medien ihren Niederschlag fand.

Die Bayerische Staatsregierung beharrt weiterhin darauf, in Bayern kein eigenes Ladenschlussgesetz haben zu wollen.

Kommentar:

Ein mutiger Schritt der Freien Wähler, die als einzige gewählte Volksvertreter konstruktiv an die Sache herangehen und einen Lösungsvorschlag machen.